eMusic, der US-Spezialist für Downloads von Independentrepertoire, hat nun auch eine britische Filiale eröffnet. Der Onlineshop für Songs im DRM-freien MP3-Format bietet seine Ware ab neun Pfund oder umgerechnet 13,35 Euro pro Monat im Abonnement an.
Für diesen Betrag erhalten Kunden bis zu 40 Songs, die sie im Gegensatz zu DRM-regulierten Downloadabos dauerhaft behalten können und vor allem auf allen gängigen Digitalplayern abspielen können. Mit dem Einstiegsangebot kosten eMusic-Downlaods also pro Song 33,4 Cents. Nur noch 27,4 Cents pro Titel bezahlt, wer sich für das Zwölf-Pfund-Abo (17,80 Euro) mit monatlich 65 Downloads entscheidet. Vielkäufer dürften eher auf die Offerte 90 Songs für 15 Pfund (22,25 Euro) setzen, das einzelne Downloads nur noch 24,7 Cents kosten lässt.
Um den Service zu bewerben, verschenkt eMusic derzeit 25 Songs für jeden Kunden, der sich neu registriert. Der Onlinehändler geht in Großbritannien mit einem Katalog von 1,4 Mio. verfügbaren Songs ans Netz, wobei keine Titel aus den Beständen der Majors angeboten werden.
In den USA hat sich eMusic mit diesem Geschäftsmodell schon vor einiger auf Rang zwei der Downloadhändler empor gearbeitet. Zuletzt verzeichnete die Firma einen Marktanteil von elf Prozent hinter Marktführer iTunes (67 Prozent) und verkaufte dabei durchschnittlich fünf Mio. Songs pro Monat.
Wann eMusic seine Zelte auch in Deutschland aufschlagen wird, ist derzeit nicht bekannt. Die Amerikaner hatten bereits im Januar einen Rahmenvertrag mit dem Independentverband VUT abgeschlossen. Damals war mit einem Markteintritt in Deutschland noch im ersten Quartal gerechnet worden. Im März gab sich eMusic-CEO David Pakman im Gespräch mit MusikWoche jedoch sehr zurückhaltend bezüglich seiner Pläne.




