Recorded & Publishing

EMI will digitales Musikgeschäft ausbauen

Adam Klein, Executive Vice President Strategy and Business Development bei EMI Music, erklärte auf der „Bear Stearns Media Conference“ in Palm Springs, dass EMI in fünf Jahren ein Viertel des Gesamtumsatzes aus digitalen Quellen beziehen will.

Adam Klein, Executive Vice President Strategy and Business Development bei EMI Music, erklärte auf der „Bear Stearns Media Conference“ in Palm Springs, dass EMI in fünf Jahren ein Viertel des Gesamtumsatzes aus digitalen Quellen beziehen will. Bei dem 18. Medientreffen in Palm Springs betonte Klein, dass die EMI Group den Ausbau des digitalen Musikgeschäftes vorantreiben möchte. „Neben dem Downloadgeschäft möchten wir auch neue Wege ausloten, die einen Musikkauf für den Kunden zu jeder Zeit möglich machen“, erklärte Adam Klein. „Ein integriertes Zahlungssystem wird dem Fan einen schnellen Kauf per Handy ermöglichen.“

Das digitale Geschäft der EMI Group hat sich in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres mit 37,8 Mio. Dollar (28,8 Mio. Euro) mehr als vervierfacht. Klein prognostizierte einen Anstieg von Musikdownloads über das Handy oder von Videospielen, die erheblich zum Wachstum auf dem digitalen Markt beitragen würden.

Klein konzentrierte sich bei seinen Ausführungen auf zwei Gruppen: die über 40-Jährigen, die derzeit rund 37 Prozent der US-Käufe im Musikgeschäft ausmachen, und die so genannten „Millenials“, die Bevölkerung zwischen zehn und 24 Jahren. In dieser Zielgruppe, die 30 Prozent des Musikumsatzes umfasst, sieht Adam Klein die Zukunft des digitalen Musikgeschäftes. „Sie leben bereits in einer digitalen Welt und beziehen ihre Musik weit öfter als andere Altersgruppen über Downloads“, betonte er. „In Europa machen sie 51 Prozent des Umsatzes im Klingeltongeschäft aus. Mit dieser Gruppe hat der globale Markt in einer Sparte 4 Mrd. Dollar umgesetzt, die in einigen Regionen noch in den Kinderschuhen steckt.“