Recorded & Publishing

EMI steigert Profit

Der EMI-Konzern konnte trotz Umsatzrückgängen seine Gewinne in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres um acht Prozent steigern. Selbst der deutsche Markt zeigt laut Alain Levy Zeichen der Erholung.

Der britische EMI-Konzern konnte trotz Umsatzrückgängen seine Gewinne in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres bis Ende September steigern: Währungsbereinigt sanken die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,4 Prozent auf 851 Mio. Pfund. Parallel dazu legte der Konzern beim operativen Gewinn um 8,1 Prozent auf 80,1 Mio. Pfund zu. Nicht um Währungseinflüsse bereinigt lag EMI trotz Umsätzrückgängen in Höhe von mehr als elf Prozent bei den Gewinnen knapp über dem Vorjahresniveau. Trotz sinkender Umsätze konnte der Bereich Recorded Music seine Profite in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres um 18,4 Prozent steigern, der Verlagsarm legte nach Umsätzen um 1,1 Prozent und beim operativen Gewinn um 1,7 Prozent zu.

„Der deutsche Markt zeigt Zeichen der Erholung“, stellte EMI-Musikchef Alain Levy im Rahmen seiner Erläuterungen zur Halbjahresbilanz fest. Dennoch sei aufgrund der anhaltenden Einbrüche in Frankreich oder Spanien noch nicht von einer Trendwende in Kontinentaleuropa zu sprechen. Weltweit blicke man dennoch zuversichtlich auf die zweite Jahreshälfte, da schon die Oktoberergebnisse deutlich über denen des Vorjahres lagen. Auch die Entwicklung im Digitalvertrieb macht Levy Mut: Hier werden die Umsätze weiter rapide wachsen, prophezeite er. Konzernchef Eric Nicoli ergänzte, dass EMI seine Umsätze im Digitalvertrieb allein im ersten Halbjahr vervierfacht habe. Inzwischen sei der konzernweite Umsatzanteil bei zwei Prozent angelangt. Im Verlagsgeschäft habe man die Umsätze mit Klingeltönen verdoppelt, konstatierte schließlich Publishing-Chef Martin Bandier.