Die EMI Group kommt nicht zur Ruhe: Nur fünf Wochen nach der letzten Gewinnwarnung des britischen Majors muss CEO Eric Nicoli schon wieder die Erwartungen der Anleger enttäuschen. Bis zum Geschäftsjahresende am 31. März rechnet Nicoli nun mit einem Umsatzminus von 15 Prozent im Bereich Recorded Music. Der Konzern werde deshalb sein Jahr mit Profiten „deutlich unterhalb der derzeitigen Markterwartungen beenden“, heißt es aus London.
Vor allem die Einbrüche im US-Markt sollen den Briten das Geschäft verdorben haben: Hier sei der Markt sei Jahresbeginn um 20 Prozent eingebrochen, viele Retouren würden die Konzernmarge weiter drücken, klagte das Unternehmen. Daran scheinen auch die aktuellen Chartserfolge der deutschen EMI-Tochter nichts ändern zu können.
Die Börse reagiert auf diese Nachricht geschockt: Der Kurs der EMI-Aktie, die noch mit mehr als 236 Pence in den Handel gegangen waren, brach an der LSE zwischenzeitlich um rund 15 Prozent ein und näherte sich der Marke von nur noch 200 Pence. Zum Vergleich: Der Tiefstwert der vergangenen 52 Wochen lag bislang bei 236,75 Pence.
Ein Gesprächsthema für das Treffen der UK-Branche bei der Verleihung der Brit Awards am 14. Februar dürfte damit gesetzt ein.







