Dem Medienkonzern Bertelsmann droht aktuellen Presseberichten zufolge angeblich eine Milliardenklage in Zusammenhang mit seinem Engagement bei der mittlerweile insolventen Internet-Tauschbörse Napster. Nach Informationen der „Los Angeles Times“ erwägen sowohl Vivendi Universal als auch die EMI Group Klagen gegen Bertelsmann. David Stratton, Anwalt der Universal-Labels A&M und Geffen Records, erklärte: „Die Labels, die wir vertreten, prüfen, ob es aus Urheberrechtsverletzungen resultierende Forderungen gibt, die man direkt oder indirekt gegen Bertelsmann vorbringen könnte.“ Als rechtlich fragwürdig erscheint Branchenexperten vor allem die Rolle des Ex-Napster-Chefs Konrad Hilbers. Aus Kreisen konkurrierender Musikunternehmen hieß es, mit der Inthronisation des früheren Bertelsmann-Managers im Juli 2001 habe Bertelsmann de facto entgegen offizieller Verlautbarungen selbst das Ruder bei Napster übernommen. Diskussionswürdig seien auch die Kredite von Bertelsmann an das Unternehmen – vor allem geschätzte 60 Millionen Dollar an Margen, die ab Oktober 2000 an Napster flossen, als die Firma noch als P2P-Börse aktiv war. Damit habe, wie Anwälte der potenziellen Kläger argumentieren, Bertelsmann für weitere acht Monate Napster dabei unterstützt, Urheberrechte der Musikkonzerne zu verletzen.
Droht Bertelsmann Milliardenklage?
Dem Medienkonzern Bertelsmann droht aktuellen Presseberichten zufolge angeblich eine Milliardenklage in Zusammenhang mit seinem Engagement bei der mittlerweile insolventen Internet-Tauschbörse Napster.





