Unter den Teilnehmenden fanden sich Vertreter:innen der Unternehmen Amazon Music, Apple Music, Rokk Streaming, SoundCloud, Spotify und YouTube Music sowie vom Bitkom-Branchenverband. Im Anschluss an die jüngste Runde bekräftigte der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), die bisherige Gesprächsreihe zu einer gemeinsamen Runde zusammenführen zu wollen.
„Der deutsche Musikmarkt ist einer der größten weltweit, und das Potenzial ist noch bei weitem nicht ausgeschöpft“, kommentierte Weimer die Lage nach dem Treffen mit den DSPs: „Es ist auch im Interesse der Politik, dass dieser Markt weiter wächst.“
Zugleich aber, so mahnte der BKM an, brauche es „im Interesse der Kreativen Verbesserungen in diesem Markt – zum Beispiel bei der Vergütung und der Transparenz, bei der Bekämpfung von Streaming-Betrug und im Umgang mit KI“, zählte Weimer auf und ergänzte: „Dafür wird mein Haus im Frühsommer einen Runden Tisch veranstalten, bei dem die Kreativen sowie Vertreterinnen und Vertreter der Labels teilnehmen werden. Ich freue mich sehr, dass sich heute auch die Streamer bereiterklärt haben, an diesem Dialog teilzunehmen.“
Der Kulturstaatsminister versprach: „Mein Haus und ich werden diesen Prozess eng begleiten.“
Beim Bitkom begrüßte Susanne Dehmel als Mitglied der Geschäftsleitung des Branchenverbands die Initiative von Staatsminister Weimer „ausdrücklich“: Der Dialog sei „wichtig, um das Marktgeschehen besser zu verstehen und tragfähige Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu entwickeln“. Dehmel ergänzte: „Musikschaffende bilden die Grundlage des Musikmarkts und sind die wichtigsten Partner der Streamingplattformen. Transparenz und eine faire Vergütung aller Akteure im Musikmarkt liegen im Interesse des Bitkom.“
Laut Dehmel habe sich „die Nachvollziehbarkeit der Vergütung entlang der Musik-Wertschöpfungskette“ in den vergangenen Jahren deutlich verbessert: „Streaming-Plattformen stellen Analyse- und Reporting-Tools bereit, mit denen Einnahmen und Reichweiten nachvollzogen werden können.“
Mit einer „steigenden Zahl an Künstlerinnen und Künstlern auf Streamingplattformen“ müssten „die vorhandenen Einnahmen jedoch auf mehr Beteiligte verteilt werden“ führte die Bitkom-Managerin weiter aus: „Eine Diskussion über alternative Verteilungsmodelle – etwa ein nutzerzentriertes Modell statt des heute üblichen Pro-rata-Ansatzes – ist grundsätzlich sinnvoll. Dabei ist zu beachten, dass sich verschiedene Verteilungsmechanismen nicht für alle Beteiligten gleichermaßen auswirken.“ Die Debatte müsse daher „differenziert geführt werden, mit dem Ziel, faire Rahmenbedingungen für alle Beteiligten im Musikmarkt zu schaffen“.
Das Treffen am 16. März war bereits die dritte Gesprächsrunde von Staatsminister Wolfram Weimer zum Thema Musikstreaming: Im Dezember 2025 gab es zunächst einen Austausch mit namhaften Musikerinnen und Musikern sowie Songwriterinnen und Songwritern und vielen Stimmen der Kreativen zum Thema, erst vor wenigen Tagen folgte ein Treffen mit der Label-Seite, dem ebenfalls erste Einschätzungen folgten.






