Der Deutsche Musikverleger-Verband (DMV) fordert angesichts der Diskussionen um das Urheberrecht internationale Organisationen zu einer engen Zusammenarbeit auf. Nur so könne laut DMV-Präsidentin Dagmar Sikorski eine „Aushöhlung der Urheberrechte“ verhindert werden. „Der internationale Musikmarkt muss noch enger partnerschaftlich zusammenarbeiten, um die Rechte der Urheber zu sichern, und alle juristischen und politischen Möglichkeiten nutzen“, erklärte Sikorski anlässlich der Musikmesse Midem in Cannes. Damit sollen die Verleger vor allem auf die neuen Nutzungsformen wie Ringtones und Downloads reagieren, die nach wie vor rechtliche Unsicherheiten mit sich brächten. Die DMV-Vorsitzende betont: „Wir Verleger stehen für jegliche Nutzungsarten von Musik.“ Daher will der Verband sich in Zukunft verstärkt dem Thema „Mobile Music“ widmen und eine gerechte und angemessene Vergütung der Autoren in diesem Bereich vorantreiben.
Als positives Beispiel für funktionierende europäische Solidarität führte Sikorski an, dass über 90 Prozent der französischen Verleger und Autoren sowie die niederländischen Musikverleger ihre deutschen Kollegen „bei ihrem Protest gegen das Lizenzdiktat der deutschen Tonträgerindustrie“ unterstützten. Der Vizepräsident des DMV, Karl-Heinz Klempnow, äußerte in diesem Zusammenhang die Hoffnung, in den nächsten Monaten eine gemeinsame Lösung mit der Tonträgerindustrie erarbeiten zu können.






