Recorded & Publishing

Details zum EMI-Angebot durchgesickert

Das Angebot der EMI Group für die Übernahme von Warner Music wird konkreter: Eine Mrd. Dollar in bar, zwischen 500 und 600 Mio. Dollar in Aktien und zwei Sitze im Vorstand sollen Time Warner den Verkauf schmackhaft machen.

Das Angebot der EMI Group für die Übernahme von Warner Music wird konkreter: Eine Mrd. Dollar in bar, zwischen 500 und 600 Mio. Dollar in Aktien und zwei Sitze im Vorstand sollen Time Warner (TW) den Verkauf schmackhaft machen. Nach einem Bericht der „Financial Times“ hat EMI-Chairman Eric Nicoli diese Eckdaten bereits letzte Woche in einem Schreiben an TW-Chef Richard Parsons skizziert. EMI will die Übernahme des Mitbewerbers auf Pump finanzieren und hat nicht zuletzt deshalb in den vergangenen Wochen mit der Ausgabe diverser Anleihen die Schuldenlast des Konzerns verringert. TW soll zudem bis zu 25 Prozent am fusionierten Unternehmen erhalten. Allerdings muss TW dafür vorher das Publishing-Geschäft aus der Warner Music Group herauslösen. Unklar bleibt, ob man in New York an Warner-Chappell festhalten will; Analysten bewerten den Verlag mit knapp 1,2 Mrd. Dollar. Alles in allem könnte TW somit aus den Verkäufen der Musik-Assets mindestens drei Mrd. Dollar erlösen. Das Manufacturing-Geschäft hatte der Konzern bereits für rund eine Mrd. Dollar verkauft. Sollten sich EMI und TW einigen, rechnen Experten frühestens in einer Woche, spätestens in einem Monat mit der Verkündung des Deals. Eine der wichtigsten offenen Fragen dürfte die Genehmigung durch die Wettbewerbshüter in Brüssel und Washington sein. Beobachter vermuten inzwischen, dass auch eine Abspaltung von Virgin aus dem EMI-Konzern nicht ausgeschlossen sei, um grünes Licht zu bekommen. Offizielle Stellungnahmen der beteiligten Unternehmen gibt es zu diesen Details nicht. Auch Bertelsmann hat sich bislang nicht zur veränderten Lage geäußert.

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