Sichtlich abgespeckt gegenüber dem Vorjahr und mit deutlicher Fokussierung der Förderung des musikalischen Nachwuchses präsentiert sich das Popkomm-Festival 2005.
Mit rund 400 Acts bietet das Popkomm-Festival vom 14. bis 16. September immer noch ein üppiges Konzertprogramm. Die Popkomm GmbH hat aber die Zahl von 34 Spielstätten bei der Berliner Premiere 2004 diesmal bewusst reduziert, wie Direktorin Katja Bittner erläutert: „Wir haben uns in diesem Jahr auf 21 Clubs beschränkt, um das Festival kompakter zu gestalten. Dazu gehört auch der Ausbau des Festivalzentrums in der Kulturbrauerei mit neun Locations.“
Im Festivalprogramm finden sich zwar auch einige etablierte Größen wie John Watts (Fischer Z), die Stereo MC’s, Supergrass, Tiefschwarz oder die Caesars sowie durch Chartserfolg oder Presseecho schon namhafte Newcomer à la Art Brut oder The Bosshoss. Doch weitgehend prägen noch unbekannte Acts wie My Baby Wants To Eat Your Pussy, Crash House Brothers oder Lederhosen Lucil das Portfolio.
Mit dem Eindruck vom Vorjahr, dass in Köln die Undergroundszene eine Chance bekam, in Berlin aber das Popestablishment gefeiert werde, soll schon mit der zweiten Ausgabe gründlich aufgeräumt werden. Dirk Schade, Manager Event & Festival bei der Popkomm, zu live.biz: „Im ersten Jahr mussten wir uns neu positionieren. Da war die Erwartungshaltung sehr groß, deshalb haben wir auch das Spiel mit den großen Namen mitgespielt. In diesem Jahr bieten wir zwar auch bekannte Namen, doch bis zu 90 Prozent sind Newcomer.“ Damit sieht Schade auch den Auftrag des Popkomm-Festivals erfüllt – eine Plattform für den Nachwuchs bereitzustellen, ein Forum, in dem die Musikindustrie ihre besten Talente präsentiert.







