Von Anfang Juli bis Ende September 2026 generierte Deezer Einnahmen in Höhe von 133,8 Millionen Euro, wie aus der am 27. Oktober vorgelegten Quartalsbilanz hervorgeht. Damit lag der Streamingdienst 1,8 Prozent über dem Vergleichswert aus 2025. Ein Großteil dieses Umsatzes kam mit 94,1 Millionen Euro aus dem Direktkundengeschäft. Das Wachstum hier betrug sieben Prozent. Fast zwei Drittel der Einnahmen kamen aus dem Heimatmarkt Frankreich.
Nicht so rosig sah es im Partnergeschäft aus – laut Deezer war das allerdings zu erwarten. Hier schrumpfte der Umsatz um 6,2 Prozent auf 33,4 Millionen Euro ein. In der Rubrik „Other“, also Deezers Dienstleistungssegment, fuhr man einen Umsatz von 6,4 Millionen Euro ein und lag damit 19,5 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Mit diesen Wachstumswerten liegt Deezer genau wie zum Halbjahr weiterhin unter der weltweiten Wachstumsrate im Musikstreaming.
Konnte man zum gleichen Zeitpunkt im vergangenen Jahr noch neun Millionen zahlende Nutzer:innen vorweisen, lag diese Kennzahl 2026 nun bei 8,7 Millionen. Das Wachstum von 5,7 Prozent bei dem Direktkundengeschäft konnte den Verlust von 17,1 Prozent in puncto Partnerschaften nicht ausgleichen.
Zur Erklärung: Deezer wickelt einen großen Teil seines Business über Kooperationen mit Medienpartnern wie RTL, Orange oder TIM ab. Hier klinkt man sich in Kombi-Angebote ein, allerdings gehen die Umsätze in diesem Segment schon seit einiger Zeit zurück.
„Wir haben zum zweiten Mal in Folge ein Umsatzwachstum erzielt, das durch den anhaltenden Ausbau unseres Direct-Geschäfts gestützt wurde. Wir konzentrieren uns darauf, dauerhafte Verbindungen zwischen Künstler:innen und Fans aufzubauen und den Hörer:innen mehr Gründe zu geben, sich für Deezer zu entscheiden und bei uns zu bleiben“, so Alexis Lanternier, CEO von Deezer.
Mit eigens entwickelten Lösungen wie der KI-Erkennungstechnologie, die kürzlich von Billboard und TIME gewürdigt wurde, will Lanternier dazu beitragen, „ein gerechteres und vielfältigeres Musik-Ökosystem zu schaffen“.
Der CEO weiter zum Geschäftsjahr: „Unsere anhaltenden operativen Fortschritte und unsere disziplinierte Umsetzung geben uns die Zuversicht, unsere Umsatzprognose für das Gesamtjahr anzuheben und unsere Rentabilitätsaussichten zu stärken, wobei das bereinigte EBITDA im Jahr 2026 nun voraussichtlich 10 Millionen Euro übersteigen wird. Wir investieren weiterhin selektiv in zukünftiges Wachstum und sind auf dem besten Weg, im dritten Jahr in Folge einen positiven freien Cashflow zu erzielen.“






