Nach dem Start vor zweieinhalb Wochen übertreffe die Resonanz laut eigenen Angaben bereits alle Erwartungen. “Wer die BYB Agency kennt, kennt sie als Anbieter von Artist Management, Label Services und Consultancy, unter anderem für Glockenbach, Wefor und ClockClock. Dass ausgerechnet aus diesem Umfeld nun ein Technologieanbieter entsteht, ist kein Zufall, sondern Ergebnis eines Prozesses, der intern seit über einem Jahr läuft“, lassen Moritz Knabe und Anna Thalmayr wissen.
Bei einem Jahr Testbetrieb, bei dem Moritz Knabe existierende KI-Modell getestet hat, standen die Fragen, was branchenübergreifend funktioniert und was die Musikwirtschaft ganz spezifisch braucht, im Mittelpunkt. Erst als diese Fragen beantwortet gewesen seien, sei BYB Labs an den Markt gegangen – “Built from within“ nennt Knabe dieses Prinzip.
„Was BYB Labs Kunden anbietet, wurde vorher im eigenen Betrieb eingesetzt, verworfen, verbessert und wieder eingesetzt. Ein Ansatz, der sich deutlich von Beratern unterscheidet, die KI Strategien aus der Distanz entwerfen oder geschweige die Musikindustrie gar nicht verstehen. Ansetzen, wo es wirklich etwas bringt“, beschreibt Knabe das neue Angebot. BYB Labs helfe Unternehmen dabei, die Stellen zu identifizieren, an denen Künstliche Intelligenz schnell und sinnvoll eingesetzt werden könne.
Dazu gehöre auch die Analyse, was ein Unternehmen in der Musikbranche überhaupt dürfe: rechtlich, vertraglich, im Umgang mit Daten. Das Team baue maßgeschneiderte Lösungen für den individuellen Bedarf und arbeite parallel an eigener Software, die auf die Zukunft der Musikbranche zugeschnitten sei. „BYB Labs versteht sich damit nicht als Tool-Verkäufer, sondern als Partner, der entlang der tatsächlichen Arbeitsrealität von Musiker:innen Labels, Verlagen, Managements und Medienunternehmen entwickelt.“
Die Rolle eines CTO bei BYB Labs übernimmt Thorsten Gätz. Der Technologe bringt über 25 Jahre Erfahrung mit und hat unter anderem für Produktionen wie „Game Oaf Thrones“ und „Fallout“ sowie für Kunden wie Porsche und das ZDF gearbeitet. Ein eigenes IT Team steht hinter ihm.
Gemeinsam mit einem Expertennetzwerk will das neue Unternehmen damit auch Projekte stemmen, die über klassische KI Implementierung hinausgehen. Der eigentliche Hebel sei das Bottleneck Problem, wie Knabe erläutert: “Wer in der Musikbranche arbeitet, kennt das Muster. Zu viel Arbeitslast liegt auf einzelnen Personen, egal ob im Management, im Verlag oder im Label, egal ob es um interne Prozesse geht, um Content Erstellung oder alles, was sonst noch dazugehört. Genau dieses Bottleneck kann Künstliche Intelligenz kompensieren, wenn sie richtig eingesetzt wird.“
Teams würden nun nicht länger ihren eigenen Prozessen hinterherlaufen, sondern können sich wieder auf die Musikschaffenden konzentrieren. Diese würden dadurch mehr Transparenz und mehr Kontrolle für alle Beteiligten erhalten. “KI soll Menschen nicht ersetzen, sondern dafür sorgen, dass wir uns wieder auf das konzentrieren, worin wir am besten sind. Auf das Kreative, das Menschliche, das Wesentliche. Den Rest nimmt uns die Technik ab.“







