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Bundesliga und GEMA streiten wegen Musikvergütung

Die Beschallung mit Musik in Fußballstadien ist derzeit Ursache eines Streits zwischen der GEMA und der Bundesliga: Die Verwertungsgesellschaft plant eine Erhöhung der Lizenzzahlungen für das Abspielen der Songs.

Die Beschallung mit Musik in Fußballstadien ist derzeit Ursache eines Streits zwischen der GEMA und der Bundesliga: Die Verwertungsgesellschaft plant eine Erhöhung der Lizenzzahlungen für das Abspielen der Songs. Strittig sind – wie meist bei solchen Themen – zwei Dinge: Die Höhe der zu erwartenden Mehrbelastung und der Stellenwert von Musik im Stadion. Die Presseagentur „sid“ recherchierte, dass mancher Verein künftig statt rund 200.000 Euro pro Jahr rund 750.000 Euro bezahlen. Eine Zahl, die GEMA-Sprecher Dr. Hans-Herwig Geyer auf Nachfrage von musikwoche.de dementiert: „Zwar sind im Einzelfall tatsächlich Erhöhungen von 300 Prozent möglich, allerdings muss man auch wissen, dass pro Pflichtspiel im Durchschnitt nur 3500 Euro an die GEMA abgeführt werden“. Die Erhöhung sei nicht über Nacht beschlossen worden, sondern seit längerem im Gange und bedingt durch die veränderte Nutzung von Musik im Stadion: „Es macht einfach einen Unterschied, ob die Musik nur marginalen Anteil hat oder ob bereits zwei Stunden vor Spielbeginn Musik aus allen Boxen kommt und das ganze auch noch moderiert wird“, erklärt Geyer. Dementsprechend habe es jeder Verein in der Hand, ob er im bisher üblichen Tarif M-U II 4 B bleibt oder in den Tarif M-U I wechselt. Mit der Hälfte aller in der DFL organisierten Vereine habe die GEMA außerdem bereits einen Kompromiß gefunden, so dass von einem Konflikt keine Rede sein könne.