Zu dem Umsatzsprung auf 1,5 Milliarden Pfund, umgerechnet rund 1,74 Milliarden Euro, im britischen Recorded-Markt trugen laut der BPI eine neue Riege heimischer Künstler:innen bei: Dazu zählen unter anderem die Grammy- sowie Brit-Award-Gewinnerinnen Olivia Dean und Lola Young sowie Myles Smith, Skye Newman oder PinkPantheress. Etablierte Acts wie Oasis, Ed Sheeran, Charli XCX und Calvin Harris steuerten ebenfalls zum Ergebnis bei.
Im Detail zeichnet der britische Verband der Musikbranche auch ein erneutes Rekordhoch im Streamingsegment auf, und zwar bei 1,07 Milliarden Pfund. Dies entspricht einem Plus von 4,6 Prozent gegenüber 2024, wenngleich sich das Wachstum im Vergleich zu den Vorjahren leicht abschwächte. Bezahlte Abonnements bei Diensten wie Spotify, Apple Music, Amazon Music und YouTube generierten 902,2 Millionen Pfund. Das werbefinanzierte Streaming wuchs um 13,9 Prozent auf 163,4 Millionen Pfund.
Dynamik ist auch auf dem physischen Markt zu beobachten: Der Umsatz stieg um 12,8 Prozent auf 278 Millionen Pfund – der erste Jahresumsatz über 250 Millionen Pfund seit acht Jahren. Vinyl legte um 19,9 Prozent auf 174,7 Millionen Pfund zu und erreichte damit den höchsten Stand seit mehr als drei Jahrzehnten. Auch das CD-Geschäft kehrte nach einem leichten Rückgang im Vorjahr mit einem Plus von 3,1 Prozent auf 99,6 Millionen Pfund ins Wachstum zurück. Größter Treiber beider Formate war Taylor Swift mit ihrem Album „The Life Of A Showgirl“.
Die Einnahmen aus dem Sync-Geschäft gingen dagegen um 10,8 Prozent auf 39,2 Millionen Pfund zurück. Die Einnahmen aus öffentlicher Aufführung sanken leicht um 0,6 Prozent auf 162,6 Millionen Pfund.
„Abgesehen von den Positivschlagzeilen ist besonders erfreulich, dass dieses elfte Wachstum in Folge an Recorded-Einnahmen in Großbritannien zum Teil auf ein Wiederaufleben der britischen Musik zurückzuführen ist, mit einer neuen Generation an Artists, die den Durchbruch geschafft haben“, sagt BPI-Geschäftsführerin Jo Twist.
Für die CEO gelten die jüngsten Zahlen als „Beweis für die Brillanz unserer Plattenlabels“ sowie eines „geeigneten Geschäftsumfelds“. Vor dem Hintergrund des aktuell viel debattierten Schutzes des Copyrights durch die Politik führt sie aus: „Grundlage für diesen Erfolg ist das britische Urheberrechtssystem, das als Goldstandard gilt.“







