Der 40-jährige Rehan Ahmed aus Cranleigh Gardens in Southall wurde am 18. September 2026 vom Inner London Crown Court für schuldig befunden. Zwischen 2017 und 2024 soll er durch den Verkauf gefälschter Platten rund 2,74 Millionen Pfund eingenommen haben.
Ermittelt hatte die Police Intellectual Property Crime Unit (PIPCU) der City of London Police, nachdem der Branchenverband BPI den Fall gemeldet hatte. Die Behörden stießen auf eine voll funktionsfähige, illegale Pressanlage in industriellem Maßstab, die unter dem Namen „Phoenix of Vinyl“ von einer Einheit in Acton aus operierte und Berichten zufolge bereits seit 2017 verdeckt lief.
Bei Razzien im Februar 2024 stellten die Ermittler 2791 Vinyl-Platten sowie Pressmatrizen und Lack sicher. Insgesamt fanden die Beamten vier rund 70 Jahre alte Pressen, 3000 Metallmatrizen sowie Tausende Hüllen und Labels – zusammen 18 Tonnen Beweismaterial. Geprüfte Titel bestätigten Urheberrechtsverletzungen zulasten von 108 Künstler:innen.
Detective Constable Daryl Fryatt von der PIPCU erklärte: „Rehan Ahmed beutete Künstler:innen und die Musikbranche insgesamt aus und nutzte den Aufschwung der Schallplatten zu seinem eigenen Vorteil.“ Man werde weiterhin konsequent gegen Kriminelle vorgehen, die die Kreativwirtschaft ins Visier nehmen.
Peter Ratcliffe, der Direktor für Content Protection beim BPI, nannte das Urteil bedeutsam: „Diese Verurteilung ist von enormer Bedeutung, und wir danken unseren Partner:innen bei diesen Ermittlungen – der PIPCU und unseren Label-Mitgliedern – für ihren wertvollen Einsatz.“ Der Schaden für Künstler:innen, Labels und Handel beläuft sich Schätzungen zufolge auf einen zweistelligen Millionenbetrag. Mit der Vinyl-Renaissance wachse zugleich der Markt für Fälschungen, so Ratcliffe.






