Der Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft präsentierte im Rahmen seiner Jahresbilanz 2005 Details der aktuellen Brennerstudie der GfK. Demnach wurden im vergangenen Jahr nicht lizenzierte Kopien im Wert von 6,3 Milliarden Euro gefertigt:
Illegale Musikangebote im Internet und Musikkopien auf Rohlingen seien noch immer ein dominierendes Problem für das Musikgeschäft. Vergangenes Jahr seien laut Brennerstudie 439 Millionen CD-Äquivalente auf CD- und DVD-Rohlinge gebrannt worden. Damit seien 3,5-mal mehr CD-Einheiten mit Musik kopiert als CD-Alben verkauft worden, hieß es in Berlin.
Die Zahl von Musikdownloads aus illegalen Internetquellen stieg zudem von 383 Millionen im Jahr 2004 auf 415 Mio. im Jahr 2005. „Wäre die kopierte Musik gekauft worden, hätte sie einen Umsatzwert von rund 6,3 Milliarden Euro gehabt“, heißt es bei den Statistikern des Bundesverbands Phono.
Vor diesem Hintergrund pochen die Phonoverbände auf Änderungen am Urheberrechtsgesetz und fordern eine Einschränkung der zulässigen Privatkopie auf selbst erstellte Kopien vom eigenen Original, ein Verbot von intelligenter Mitschnittsoftware für Internetradioprogramme und verbesserte Instrumente zur Pirateriebekämpfung, darunter auch einen Auskunftsanspruch gegenüber Internetserviceprovidern.
Weitere Details zur Marktentwicklung im Jahr 2005 finden Sie in unserem Themenfeature.





