Recorded & Publishing

Branche will sich mit Download-Portal beeilen

Die gemeinsame Download-Plattform der deutschen Tonträgerfirmen bleibt ein virulentes Thema. Laut führenden Branchenvertretern gilt weiterhin: Bis zum Weihnachtsgeschäft muss das Modell startklar sein.

Die gemeinsame Download-Plattform der deutschen Tonträgerfirmen bleibt ein virulentes Thema. Wie bereits , bestätigte Verbändechef Gerd Gebhardt nun auch gegenüber dem „Handelsblatt“, dass es noch in diesem Jahr – eventuell gar zur Jahresmitte oder zur Popkomm. hin – mit einem derartigen Angebot losgehen soll. Die Musikbranche habe begriffen, dass es eine Alternative zu illegalen Tauschbörsen geben müsse, so Gebhardt. Ins gleiche Horn stößt auch Victor Antippas, President & COO GSA bei Universal Music: „Ich hoffe sogar, es dauert kein halbes Jahr mehr.“ Angeblich sollen die Weichen in zwei Wochen gestellt sein. Laut Dr. Martin Schaefer, Legal Counsel bei BMG, sollen bis dahin die Verhandlungen mit den Technik-Providern (unter anderem die Deutsche Telekom) zu einem Ergebnis führen. Somit sollen spätestens zum Weihnachtsgeschäft erste Websites mit einem Vollangebot aller fünf Majors und der wichtigsten Independents startklar sein. Inwieweit es sich bei dem gemeinsamen Download-Portal um eine Weiterentwicklung des exemplarischen Modells popfile.de oder um eine Adaption des bereits in anderen Märkten erfolgreich erprobten Geschäftsmodells des Dienstleisters OD2 handeln wird, bleibt indes weiterhin unklar. Nach Informationen von musikwoche.de wären die deutschen Tonträgerfirmen nur widerwillig bereit, Drittfirmen an dem Download-System partizipieren zu lassen. Intern gilt das Credo: Was wir selbst können, dafür müssen wir niemanden bezahlen. Deshalb gilt auch eine Einbindung von PhonoNet als sicher. Allerdings soll die Plattform im Anschluss von Partnern aus Handel und Medien individuell gebrandet werden können. Damit sollen Händler und große Consumer-Marken an das System andocken.

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“ (22.01.03)