Am 29. April 2026 gingen die Aktien der Universal Music Group (UMG) mit einem Schlusskurs von 19,38 Euro aus dem Handel an der Euronext in Amsterdam. Am Morgen des 30. April lag der Preis zu Handelsbeginn dann bei 18,92 Euro, und somit rund 2,3 Prozent darunter. Im Laufe des Tages gaben die Papiere zwischenzeitlich um bis zu 7,7 Prozent auf einen Tiefstwert von 17,89 Euro nach. Gegen 17.00 Uhr, rund eine Stunde vor Handelssschluss, rangierten die Aktien bei einem Preis von gut 18 Euro und somit rund sieben Prozent unter dem Vortageskurs.
Ganz offenbar sorgten die zuvor von Chairman & CEO Sir Lucian Grainge und Finanzchef Matt Ellis kurz zuvor angekündigten Pläne bei den Börsianern nur für wenig Euphorie: Unter anderem hatten die beiden bei der Vorlage der Zwischenbilanz fürs erste Quartal 2026 angekündigt, sich bei der nächsten Hauptversammlung die Genehmigung für ein weiteres Aktienrückkaufprogramm holen zu wollen. In einer ersten Runde kauft die UMG eigene Aktien im Gesamtwert von 500 Millionen Euro zurück, eine zweite Runde mit einem ebenso hohen Volumen soll folgen. Die eingesetzten Mittel würden damit auf bis zu eine Milliarde Euro wachsen.
Zur Finanzierung will das UMG-Team unter anderem die noch vom Musikkonzern gehaltenen Anteile am Streamingdienst Spotify versilbern. Laut Vorstandsbeschluss wolle man die Hälfte davon „monetarisieren“. An den Erlösen will die UMG auch die Künstler:innen beteiligen, die dem Konzern zuzurechnenden Erlöse sollen ins Rückkaufprogramm fließen.
Der jüngsten Geschäftsjahresbericht der UMG weist für den Musikkonzern noch ein Paket von rund 6,487 Millionen Spotify-Aktien aus, das man bei einem Aktienkurs von damals rund 495 Euro auf gut 3,2 Milliarden Euro taxierte. Auch an Tencent Music Entertainment ist die UMG noch beteiligt.






