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BMG Berlin: RawZone des HipHop

Mit der Künstlerin Lisi a.k.a. Purple Haze will BMG Berlin auch das Feld glaubwürdiger HipHop-Produktionen abdecken. Dabei sollen sich Kommerzialität und die Akzeptanz an der Basis nicht ausschließen.

Mit so stilistisch unterschiedlichen Charts-Erfolgen wie zuletzt ATC, B3, Right Said Fred oder auch Eiffel 65 deckte BMG Berlin ein breites Spektrum ab. Zwar erzielte die Firma mit Oli.P große kommerzielle Erfolge mit Rap-nahen Produktionen, die jedoch bei einer auf Glaubwürdigkeit bedachten HipHop-Zuhörerschaft keine Chance hatten.

Einhergehend mit den Umstrukturierungen im deutschen BMG-Konzern, bei der die Hamburger Dependance wie auch Die Musikfirma Ariola in das Berliner Unternehmen aufgehen, erweitert BMG Berlin nun auch den Künstler-Stamm in Richtung HipHop, der bislang nicht allzu stark war. „Das soll jetzt anders werden“, erklärt Melanie Bärtschi, Product Manager bei BMG Berlin, im Gespräch mit musikwoche.de. „Durch die Partnerschaft mit dem Label RawZone soll BMG Berlin nun auch in diesem Wachstumsmarkt stattfinden. Denn eine auf nationales Produkt focussierte Plattenfirma mit Standort Berlin kann an diesem Marktsegment nicht vorbeigehen“, begründet Bärtschi den Schritt.

Dabei setzt die Division ausschließlich auf nationales Produkt, wobei „sich aus unserer Sicht Credibilität und Kommerzialität nicht ausschließen. Die RawZone-Produkte haben durchaus die Glaubwürdigkeit der lokalen Szene“, meint die Produktmanagerin. Mit „Kommt schon“ von der Rapperin Lisi a.k.a. Purple Haze erscheint am 26. November eine Single, die als Vinylmaxi bereits im Juli für Aufsehen in der Szene sorgte. Der Track ist zudem die erste Veröffentltichung auf diesem Label, weswegen „dem Produkt eine besondere Bedeutung zukommt“, wie Bärtschi erläutert.

Um Lisi und die kommenden HipHop-Themen optimal am Markt zu platzieren, „ergänzen sich das kreative Umfeld der Künstler, ihrer Manager sowie der Produzenten des Labels mit einem Labelmanger bei uns“, schildert Bärtschi, die sich vom HipHop-Segment „mittelfristig Verkaufserfolge“ verspricht, weil „HipHop ein hohes Potenzial in Berlin hat und die Künstler eine hohe Qualität aufweisen. Daraus erwarten wir, hier einen interessanten Artist-Roster aufzubauen.“ Klassische Street-Promotion wie auch ein maßgeschneidertes Marketing- und Promotionkonzept sollen dazu beitragen.