Recorded & Publishing

Bitkom analysiert Downloadgeschäft

Der Bundesverband Bitkom rechnet für 2006 mit Rekordwerten im Downloadmarkt: Nie zuvor sei so viel Geld für Musik, Videos, Games oder Software ausgegeben worden. Nach Stückzahlen hat dabei die Musik die Nase vorn, nach Umsätzen der Bereich Software.

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien Bitkom rechnet für 2006 mit neuen Rekordwerten im Downloadmarkt: Nie zuvor sei so viel Geld für Musik, Videos, Games oder Software ausgegeben worden. Nach Stückzahlen hat dabei die Musik die Nase vorn, nach Umsätzen der Bereich Software.

Für das Jahr 2006 rechnet Bitkom-Vizepräsident Jörg Menno Harms bei Umsätzen in Höhe von 120 Millionen Euro mit einem Plus von mehr als 20 Prozent. Bereits in den ersten neun Monaten seien 21,2 Millionen Songs, Hörbücher, Videodateien, Spiele und Softwareprogramme legal auf Computer in Deutschland heruntergeladen worden – ein Stückzahlenplus von 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie die Bitkom-Verantwortlichen auf Basis von GfK-Zahlen vorrechnen. Parallel seien die Umsätze von Anfang Januar bis Ende September von 71 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf nunmehr 88 Millionen Euro gestiegen – ein Plus von rund 24 Prozent.

„Dominiert wird der Markt weiterhin von heruntergeladener Musik“, heißt es aus Berlin: Bei 86 Prozent aller Downloads handele es sich derzeit um Songs. Nach Umsätzen liegen allerdings Softwaredownloads mit einem Anteil von 45 Prozent vorn. Großes Potenzial trauen die Bitkom-Macher dem Hörbuch zu, dessen Umsätze auf rund fünf Millionen Euro gewachsen seien: „Das entspricht zwar nur einem Anteil von etwa vier Prozent am gesamten Downloadmarkt, dennoch haben Hörbücher das Potenzial, zu einer treibenden Kraft zu werden“, sagte Harms.

Die Zuwächse lassen Bitkom-Vize Harms schließlich beinahe euphorisch werden: „Illegale Tauschbörsen haben endgültig ihren Reiz verloren“, jubelt er. „Immer mehr Deutsche erkennen die praktischen Vorteile legaler Downloads: Die Qualität ist besser, die Geschwindigkeit beim Herunterladen höher.“ Getrieben werde der Markt zudem von schnellen Internetanschlüssen: „Jeder dritte deutsche Haushalt verfügt inzwischen über einen Breitbandzugang.“

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