Recorded & Publishing

Bertelsmanns GBL-Rückkauf könnte Preisverfall für Majorverlage bedeuten

Die bevorstehende Versteigerung von BMG Music Publishing könnte zu einem ungünstigen Zeitpunkt kommen. Wenn bei dem zu erwartenden Zusammenschluss von EMI und Warner Music Warner/Chappell aus kartellrechtlichen Gründen verkauft werden muss, wird dies wohl die Preise drücken.

Die in den kommenden Wochen bevorstehende Versteigerung von BMG Music Publishing könnte zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt kommen. Wenn bei dem zu erwartenden Zusammenschluss der EMI Group mit der Warner Music Group der Verlag Warner/Chappell aus kartellrechtlichen Gründen verkauft werden muss, wird dies nach Ansicht von Experten die zu erzielenden Preise für beide Verkäufer drücken.

Sowohl EMI als auch Bertelsmann wollen durch den Verkauf der Verlagssparten ihre geplanten Übernahmen zum Teil finanzieren – EMI hofft auf rund eine Mrd. Pfund (1,46 Mrd. Euro) für Warner/Chappell, Bertelsmann könnte zwischen 1,1 und 1,3 Mrd. Euro für BMG Music Publishing erzielen, um damit einen Teil der Übergangskredite für den Rückkauf der GBL-Anteile am Konzern zu tilgen.

Doch wenn beide Großverlage mehr oder weniger gleichzeitig auf dem Markt sind, mindere dies die Chancen für die Anbieter auf Spitzenerlöse, findet Lorna Tilbean, Media Analystin bei Numis Securities. „Wenn man derjenige ist, der verkauft, wäre es natürlich wünschenswert, wenn nur ein Asset auf dem Markt ist.“

Allerdings seien derzeit einige potenzielle Käufer aktiv auf der Suche: Universal Music gilt als wahrscheinlichster Kandidat für einen der beiden Verlage. Aber auch Sony/ATV, Elevation Partners, der Paramount-Musikverlag Famous sowie verschiedene Investmentbanken sollen Interesse an den beiden Publishern haben.

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