Offenbar im Kielwasser des Verkaufs von BMG Music Publishing haben sich die Bertelsmann AG und die Universal Music Group auf einen außergerichtlichen Vergleich im seit Jahren schwebenden Napster-Verfahren geeinigt. Bertelsmann zahlt dafür 60 Millionen Dollar.
Nach Angaben aus Gütersloh soll diese Summe neben den Anwaltskosten auch sämtliche Ansprüche der Tonträger- und Verlagssparte von Universal sowie „etwaige Ansprüche der BMG Music Publishing“ abdecken. „Mit diesem Vergleich ist seitens Bertelsmann in der Sache keine Schuldanerkenntnis verbunden“, heißt es weiter.
„Wir sind sehr erfreut, diese Vereinbarung mit Universal Music in der Auseinandersetzung um Napster getroffen zu haben“, sagte Bertelsmann-CFO und Musikvorstand Thomas Rabe. „Wir glauben, dass dieses Ergebnis beiden Seiten gerecht wird.“
Bertelsmann hatte Napster bereits zwei Jahre bevor die Betreiber die P2P-Börse in ihrer ursprünglichen Form 2001 dicht machten mit einem Darlehen in Höhe von 80 Mio. Dollar unterstützt. Deshalb warfen verschiedene Rechteinhaber dem Unternehmen vor, Napster durch das Geld länger am Leben erhalten zu haben. Sie verklagten Bertelsmann und die Investmentfirma Hummer Winblad auf eine Schadensersatzsumme in Höhe von 17 Milliarden Dollar.






