Recorded & Publishing

Bertelsmann soll über BMGs Zukunft nachdenken

Der Bertelsmann-Konzern soll erneut über die Fusion oder einen Verkauf seiner Musiksparte nachdenken. Im Gespräch mit musikwoche.de wies ein Bertelsmann-Sprecher dies zurück.

Der Bertelsmann AG-Konzern soll erneut über die Fusion oder über einen Verkauf seiner Musiksparte BMG nachdenken. Als Bertelsmann-Sprecher erklärte Markus Payer im Gespräch mit musikwoche.de jedoch: „An unserem Commitment zum Musikgeschäft ändert sich nichts.“ Ansonsten würde der Konzern solche Spekulationen nicht kommentieren. Wie das „Handelsblatt“ zuvor mit Bezug auf Aufsichtsratskreise meldete, zieht Bertelsmann nach der Eingliederung von Zomba einen Verkauf der Musiksparte in Erwägung. Auch die bereits einmal gescheiterte Fusion mit der EMI Group soll erneut als Möglichkeit im Raum stehen. Nach Informationen des Blatts werde diese Lösung seit zwei Monaten verhandelt. Erste Gerüchte dazu . Bertelsmann wolle im Erfolgsfall nur noch 25 Prozent der Anteile an der fusionierten Musiksparte halten, eine Entscheidung sei bislang aber noch nicht gefallen. Angesichts der derzeitigen Branchenlage erscheint auch eine Zustimmung der EU-Wettbewerbshüter wahrscheinlicher als noch vor einem Jahr. Vor dem Hintergrund dieser Spekulationen erscheinen auch die aktuellen Umstrukturierungen innerhalb der BMG in einem neuen Licht: Die schlankere Struktur könnte eine Fusion oder einen Verkauf erleichtern. Bei einem möglichen Wechsel von BMG-Chef Rolf Schmidt-Holtz an die Spitze von RTL und nach Thomas M. Steins Rückkehr ins Spitzenmanagement der GAS-Region stünde zudem kein deutscher Manager mehr in der internationalen Verantwortung bei BMG.

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