Der Regierende Bürgermeister Berlins, Klaus Wowereit, besuchte am 9. August das Stammhaus der Ludwig Beck AG. Hier stellte der Politiker im Beisein von Andreas Kluge, Promotion Core Classics bei Universal Classics, seine CD der „… trifft…“-Reihe vor, „Klaus Wowereit trifft Giacomo Puccini“. Begrüßt wurde Wowereit vom Beck-Finanzvorstand Dieter Münch und von Werner Will, Leiter der Klassikabteilung. Wowereit erzählte von seinen musikalischen Vorlieben und signierte zahlreiche CDs.
Kurz vor der Autogrammstunde hatte Beck seine Halbjahrsbilanz veröffentlicht: Demnach sanken die Bruttoumsätze insgesamt um 4,4 Prozent auf 41,4 Millionen Euro, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ging von minus 0,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf minus 1,4 Millionen Euro zurück. Konjunkturschwäche und Konsumzurückhaltung seien weiterhin spürbar, teilte das Unternehmen mit. In der Tonträgerabteilung, die einen bundesweiten Marktanteil von rund vier Prozent im Bereich Klassik und von rund acht Prozent im Jazz erzielt, kauften laut Werner Will zwar immer noch viele Stammkunden, allerdings bliebe die Laufkundschaft teils aus.
Nach Informationen von Herstellerseite behauptet Beck dennoch als Einzelhaus seine Position als Klassik-Marktführer vor Dussmann – Das KulturKaufhaus. Aus Kostengründen will Beck jedoch die ludwigbeck-online GmbH, die das Versandgeschäft für Tonträger betreibt, Ende September schließen. Wie Finanzvorstand Münch im Gespräch mit musikwoche.de meinte, soll die Gesellschaft zwar abgewickelt werden, zumindest der Online-Shop jedoch erhalten bleiben. Weitere Einsparungen stehen beim Personal an: Gewichtet nach Vollzeitkräften beschäftigt die Firma derzeit 441 Mitarbeiter, bis Ende des Jahres soll diese Zahl auf rund 400 sinken.






