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Backstreet Boys rüsten gegen KI auf

Die Backstreet Boys haben am 24. Juni beim U.S. Patent and Trademark Office einen Antrag auf Markenschutz für den Klang ihrer Stimmen eingereicht.

In dem Antrag der Backstreet Boys, über den das amerikanische Fachblatt „Billboard“ Kenntnis haben will, beziehen sich die fünf Bandmitglieder auf einen Audioclip. In diesem sagen sie gemeinsam den Satz „Hi, we’re the Backstreet Boys“.

Damit schließt sich die Boyband einer wachsenden Zahl von Künstler:innen an, die sich gegen KI-gestützte Stimmklone und Deepfakes zu schützen versuchen. Denn: Zuvor hatten auch Taylor Swift und Lionel Richie ähnliche Anträge gestellt.

Taylor Swift beantragte im April 2026 den Markenschutz für eine Aufnahme, in der sie „Hey, it’s Taylor“ sagt. Lionel Richie reichte Anfang Juni einen entsprechenden Antrag für seinen Stimmklang ein – darunter auch seine berühmte Liedzeile „Hello, is it me you’re looking for?“ Erstmals öffentlich gemacht wurden die Unterlagen zum Fall Backstreet Boys versus KI vom Markenanwalt Josh Gerben, der nicht mit dem Fall befasst ist.

„Billboard“ kontaktierte übrigens den Anwalt der Band für eine Nachfrage, erhielt aber bis Redaktionsschluss keine Antwort.

Auslöser für Schritte wie die der genannten Artists ist die rasant gestiegene Fähigkeit von KI, Stimmen täuschend echt nachzuahmen, ohne dass Betroffene derzeit wirksame Rechtsmittel dagegen haben.

Bewegung ist seit geraumer Zeit in der Politik zu verzeichnen: Der NO FAKES Act – kurz für Nurture Originals, Foster Art, and Keep Entertainment Safe, also Originale fördern, Kunst pflegen und für sichere Unterhaltung sorgen – soll digitale Kopien verbieten und Plattformen zur Löschung verpflichten. Der Act wurde im Juni zwar vom Rechtsausschuss des Senats durchgewinkt, muss aber noch weitere Hürden überwinden, um schließlich in Kraft treten zu können.