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Apropos Radioquote – und alles Gute im neuen Jahr

Manche Themen sind langlebig. Und deshalb rücken sie am Ende eines Jahres wieder in den Fokus. Die Radioquote erhitzt kurz vor Weihnachten die Gemüter und wird auch im nächsten Jahr ein Thema bleiben.

Manche Themen sind langlebig. Und deshalb rücken sie am Ende eines Jahres wieder in den Fokus. Die Plattform PhonoLine war ein solches Thema: Von Jahr zu Jahr wartete man auf ihren Start, dann war es endlich so weit – und schon war auch wieder Schluss. Wenigstens wird sie noch einmal im Rückblick auf 2004 erwähnt. Auch die Radioquote ist ein Dauerthema, das seit Jahren auf der Agenda steht, zwischendurch mal ein wenig in den Hintergrund trat, 2004 aber wieder mächtig Fahrt aufnahm und kurz vor Weihnachten richtig in den Blickpunkt rückte, als der Bundestag die Quote am 17. Dezember auf die Tagesordnung setzte.

Mit dem Ergebnis, dass der Bundestag einen Beschluss zur freiwilligen Selbstverpflichtung der Sender und zur Förderung heimischer Produktionen verabschiedete. Nun klagt NDR-Intendant Prof. Jobst Plog, der Bundestag sei auf einem Feld tätig geworden, das nicht in seine Zuständigkeit falle, denn Rundfunk sei eine Sache der Länder. Während die Selbstverpflichtung auch viele Freunde findet, wie z.B. Prof. Udo Dahmen, künstlerischer Direktor der Popakademie und Vizepräsident des Deutscher Musikrats, der die Entscheidung ebenso wie der Deutsche Musikverleger-Verband begrüßte. Sicher also wird die Radioquote auch im kommenden Jahr die Gemüter erhitzen, und musikwoche wird den Diskurs auch weiterhin kritisch kommentierend begleiten – wie es die Branche erwartet.

Über die Feiertage erscheint musikwoche mit zwei Doppelheften: In der aktuellen Ausgabe finden Sie den Jahresrückblick inklusive Jahres-Charts; in Heft 1+2/2005 am 7. Januar sagen Menschen aus der Branche, was sie von 2005 erwarten. In den ruhigen Tagen zwischen beiden Heften müssen Abonnenten dennoch auf nichts verzichten; auf die täglichen Online-News sowieso nicht und auch nicht auf die Charts. Die gibt es wie jede Woche im PDF-Format und zudem unter musik.charts – also loggen Sie sich ein, falls Sie es bisher noch nicht getan haben. Friedliche Feiertage!

Manfred Gillig-Degrave Chefredakteur