“Wir sind absolut damit zufrieden, diesen Schritt gemacht zu haben“, erklärt Rimpo-Disponent Heinz Rüdiger Bross im Gespräch mit musikwoche.de. „Wir sind nun näher beieinander und können viel schneller reagieren.“ Auch die Rimpo-Kunden hätten die neue Lösung sehr gut aufgenommen: „Manche haben uns sogar gefragt, warum wir das nicht schon viel früher gemacht haben“, meint Bross. Der Mietvertrag des bisherigen Klassik-Outlets Rimpo II sei nach rund sechs Jahren ausgelaufen. Deshalb habe sich der Umzug angeboten, um beide Geschäfte unter der Leitung von Inhaber Klaus Reihle unter einem Dach zusammenzuführen. Bislang waren die wenige Meter auseinander liegenden Shops durch eine Straße am Rande der Tübinger Fußgängerzone getrennt. Allerdings habe auch die geschäftliche Situation im Klassikbereich die Entscheidung erleichtert, gesteht Bross: „Der Klassikmarkt ist sehr schwierig geworden.“ Dennoch verfügt Rimpo laut Bross nun im ersten Stock des Hauptgeschäfts über die selbe Verkaufsfläche für Tonträger mit klassischer Musik wie bisher.
Im ersten Stock findet sich außerdem der umsatzträchtige Kartenvorverkauf, dagegen zog die DVD-Abteilung nun ins Erdgeschoss: „Das DVD-Segment gewinnt weiter an Bedeutung, deshalb haben wir es nun besser platziert“, erklärt Bross. Zum Teil ging diese Umverteilung zu Lasten des Angebots an VHS-Kassetten. Insgesamt sei durch den Umzug keine Verkaufsfläche verloren gegangen, nur das Lager sei geschrumpft. Mit Blick auf die Probleme des Musikmarkts fordert Bross: „CDs brauchen eine neue Wertigkeit.“ Als Beispiel nennt er die aktuelle CD des Kollektivs Jazzanova, die mit ihrer Verpackung an die Wertigkeit der alten LP erinnere und somit potenzielle CD-Kopierer zum Kauf animieren könne. Außerdem mahnt er, dass Singles zu früh im Musik-TV und im Radio gespielt würden. Bei der VÖ wollten sie dann kaum noch Kunden hören, geschweige denn kaufen: „Das nimmt uns eine Grundlage des Geschäfts.“






