Recorded & Publishing

Acast wächst im zweiten Quartal 2026

Der Podcastvermarkter Acast steigerte seinen Umsatz im zweiten Quartal um 28 Prozent auf 775,6 Millionen schwedische Kronen. Das organische Wachstum lag bei 29 Prozent.

Der Nettoumsatz bei Acast stieg im zweiten Quartal auf 775,6 Millionen SEK, also rund 70,1 Millionen Euro – ein Plus von 28 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Getragen wurde das Wachstum von den Märkten Nordamerika mit einem Zuwachs von 34 Prozent und Europa mit einer Steigerung von 25 Prozent.

Das EBITDA drehte von -43,2 Millionen SEK im Vorjahr auf 57,7 Millionen SEK ins Positive, der operative Gewinn lag bei 31,6 Millionen SEK nach -66,4 Millionen SEK im Vorjahreszeitraum. Der durchschnittliche Umsatz pro Abruf legte um 26 Prozent auf 0,69 SEK zu. Die Entwicklung in Europa wertet Acast als Signal für den deutschen Markt: Werbetreibende integrierten Podcasts zunehmend als festen Bestandteil ihrer Omnichannel-Strategien statt als isolierten Audiokanal.

„Die Zahlen zeigen, dass Podcastwerbung längst kein Nischenkanal mehr ist. Gerade in Deutschland beobachten wir, dass Marken Podcasts zunehmend strategisch in ihre Mediaplanung integrieren und sie als Bestandteil größerer Omnichannel-Kampagnen einsetzen“, sagt Nina Wüst, seit Jahresbeginn Country Manager DACH bei Acast. „Unser Ziel ist es, gemeinsam mit Creators, Agenturen und Werbetreibenden das Potenzial des Mediums weiter auszubauen.“

In seiner Bilanz nennt das Audiounternehmen Acast den Start der nach eigenen Angaben weltweit ersten integrierten Video-Werbekampagne innerhalb von Apple Podcasts als Errungenschaft. Über diese veröffentlichten bereits mehr als 180 Podcast-Episoden mit Bewegtbild.

Parallel dazu arbeite die schwedische Firma mit dem international tätigen Interactive Advertising Bureau an einheitlichen Standards zur plattformübergreifenden Messung von Audio- und Videonutzung, die künftig auch Plattformen wie YouTube einbeziehen soll.

Aktuell umfasst das Angebot von Acast, seinem sogenannten „Podcast-Marktplatz“, mehr als 140.000 Podcasts, 3300 Werbekunden und rund eine Milliarde Hörer:innen pro Quartal.