Recorded & Publishing

20 Prozent Umsatzplus bei Hörbüchern

Hörbücher sind weiter auf dem Vormarsch: Nach Angaben des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels wurden im laufenden Jahr allein im Sortimentsbuchhandel, in Warenhäusern und beim E-Commerce fast 20 Prozent mehr Umsatz mit Audiobooks gemacht als im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Hörbücher sind weiter auf dem Vormarsch: Nach Angaben des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels wurden im laufenden Jahr allein im Sortimentsbuchhandel, in Warenhäusern und beim E-Commerce fast 20 Prozent mehr Umsatz mit Audiobooks gemacht als im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. „Hören ergänzt das Lesen immer stärker“, sagt Marc Sieper, Mitglied im Arbeitskreis Hörbuchverlage im Börsenverein des Deutschen Buchhandels. „Ein Ende dieser Entwicklung ist in unserer mobilen Gesellschaft noch nicht abzusehen.“ Das werde auch an der Fülle von Download-Portalen sichtbar, die in diesem Jahr ans Netz gegangen sind.

Mit der Ausbreitung von Download-Plattformen wird das Thema „Illegale Downloads“ für die Hörbuchverlage immer wichtiger. Zu Beginn des Jahres wurde deshalb die Arbeitsgruppe Piraterie ins Leben gerufen, die innerhalb der Buchbranche ein größeres Bewusstsein für das Problem schaffen und bei Lesern Aufklärungsarbeit leisten will. „Es geht uns nicht darum, unsere Leser oder Hörer zu kriminalisieren, wir wollen unsere Kunden für den Wert des geistigen Eigentums und die Auswirkungen von Piraterie sensibilisieren“, betont Barbara Dietz, Mitglied in der Arbeitsgruppe Piraterie. Seit September arbeitet die Arbeitsgruppe mit der Gesellschaft zur Förderung audiovisueller Medien (FAM) zusammen, zudem startet eine Website mit Hintergrundinformationen.

Nach einer Umfrage des Arbeitskreises unter Hörbuchverlagen vertreiben bereits etwa ein Viertel der Verlage ihre Hörbücher über diese Portale, knapp die Hälfte plant, die Hörbücher mittelfristig über eine Download-Plattform anzubieten. „Hauptabsatzweg für Hörbücher ist aber der Sortimentsbuchhandel“, so Marc Sieper, „durch die Portale erschließen die Verlage vor allem neue Hörergruppen.“ Knapp 65 Prozent der Hörbücher werden derzeit über den klassischen Sortimentsbuchhandel vertrieben.