Live

„Wir sind am Leben“ hieß es für 1600 Gäste

Am Berliner Theater des Westens hat das neue Musical „Wir sind am Leben“ vor 1600 Gästen Premiere gefeiert. Das Werk stammt vom Rosenstolz-Duo aus Peter Plate und Ulf Leo sowie Joshua Lange als Autor und Musikproduzent.

Die Musik zur neuen Show im Theater des Westens „Wir sind am Leben“ entwickelten Ulf Leo Sommer und Peter Plate gemeinsam mit dem Musikautoren und Produzenten Joshua Lange.

Neben eigens für das Musical komponierten Songs enthält das Programm auch den Rosenstolz-Titel „Die Schlampen sind müde“. Das Lied „Supernovadiscoslut“ habe das Publikum in einen Chor verwandelt, wie es aus der Hauptstadt heißt. Den stärksten Applaus des Abends habe Darstellerin Steffi Irmen als Mutter Rosi für ihren Auftritt im Song „Salon Rosie“ erhalten.

Eiskunstläuferin Katarina Witt – die im Publikum der Premiere saß – wird im Stück als frühere Kundin im fiktiven Salon des Stücks erwähnt. Am Ende der Aufführung gab es Standing Ovations.

Die Geschichte hinter „Wir sind am Leben“ folgt den Geschwistern Nina und Mario sowie ihrer Mutter Rosi, einer exzentrischen Friseursalonbetreiberin aus Wittenberg, die sich selbst als „Udo Walz des Ostens“ bezeichnet. Ihr Salon bildet den Mittelpunkt der Handlung. Diese thematisiert vor dem Hintergrund der Wiedervereinigung sowie der Aids-Krise der 1990er „Herkunft, Sehnsucht und das Ringen um Freiheit in einer Zeit des Umbruchs“, wie es in einer offiziellen Meldung lautet.

Buch und Regie verantworten Franziska Kuropka und Lukas Nimscheck, die Choreografie stammt von Jonathan Huor. Celina dos Santos spielt Nina, Markus Spagl ihren Bruder Mario, Irmen verkörpert die Mutter Rosi. Jörn Felix Alt übernimmt die Rolle des Bruno, eines an HIV und Aids erkrankten Mannes.