Live

Thanscheidt geht „zuversichtlich“ in die Festivalsaison

Trotz großer Herausforderungen wie steigenden Produktionskosten und Fachkräftemangel gibt sich Stephan Thanscheidt optimistisch für die Festivalsaison 2023. Der Geschäftsführer FKP Scorpio begründet dies auch mit den starken Line-ups der eigenen Open-Airs.

So führt Thanscheidt im Gespräch mit der britischen Fachzeitschrift „IQ“ aus: „Wir stehen immer noch vor herausfordernden Zeiten. Die letzte Krise war noch nicht wirklich vorbei, als die nächste begann. Während die Nachfrage nach Kultur (mit einigen Ausnahmen) nach der Pandemie noch etwas gedämpft ist, hat Russlands schrecklicher Krieg in der Ukraine unsere Gesellschaft und Wirtschaft tiefgreifend verändert.“

Thanscheidt spricht von steigenden Produktionskosten von etwa 30 Prozent in der gesamten Veranstaltungsbranche und führt auch den nach wie vor bestehenden Fachkräftemangel an. Er betont aber: „Davon abgesehen sind wir sehr zuversichtlich, dass wir eine weitere Herausforderung meistern werden, da wir einige sehr starke Acts auf unseren Bühnen haben werden.“

Perspektivisch erwartet er, dass soziale und ökologische Awareness auch in Zukunft „eine wesentliche Rolle“ spielen werden, „nicht weil es vorteilhaft ist, diese Begriffe zum Vorteil der eigenen Veranstaltungen zu nutzen, sondern weil es eine ist Notwendigkeit. Wir arbeiten hart daran, diese Claims mit sinnvollen Maßnahmen zu untermauern.“

Zugleich betont der FKP-Scorpio-Chef, dass angesichts der vielen Herausforderungen, vor denen man derzeit weltweit stehe, die Flucht aus dem Alltag, die ein gut gemachtes Festival biete, für viele Menschen ein wichtiger und dringend benötigter Faktor für Erholung und mentales Wohlbefinden sei. „Diese Veranstaltungen erfüllen eine sehr wichtige Rolle in der Gesellschaft und bringen die Menschen letztlich näher zusammen“, so Thanscheidt in der „IQ“.