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Schulenberg sieht Gesetzgeber beim Schwarzmarkt am Zuge

Der Vorstandsvorsitzende von CTS Eventim, Klaus-Peter Schulenberg, hält den aktuellen Ticket-Schwarzmarkt für eine „unsägliche Entwicklung“ und plädiert für eine neue Gesetzgebung.

Der Vorstandsvorsitzende von CTS Eventim, Klaus-Peter Schulenberg, hält den aktuellen Ticket-Schwarzmarkt für eine „unsägliche Entwicklung“. Im Gespräch mit dem „Handelsblatt“ sagt er: „Wenn es nach mir ginge, sollte immer derjenige die beste Karte bekommen, der zuerst an der Vorverkaufsstelle ist – ob online oder am Schalter.“

Man tue „alles Menschenmögliche“, um den gewerbsmäßigen Weiterverkauft einzudämmen Er verteidigte eigene Sekundärangebote wie Fansale.de, weil dort auf Echtheit geprüfte Tickets verkauft würden. „Es gibt aber Anbieter, die mit Leerverkäufen arbeiten. Da werden Tickets angeboten, die Sie nie bekommen.“ Er ist sich jedoch sicher: „Aber austrockenen kann man diesen Zweig am Ende nicht.“

Allerdings schlägt er vor: „Sobald die Nachfrage das verfügbare Ticketkontingent in hohem Maße übersteigt, hielte ich Verlosung und Personalisierung von Tickets auch für einen gangbaren Weg.“ Und er plädiert: „Ich wäre sehr dafür, wenn der Gesetzgeber einschreiten würde, indem der Weiterverkauf ab einer bestimmten Marge verboten wird. Länder wie Frankreich machen das schon vor.“

Den Markteintritt von Live Nation in Deutschland sieht Schulenberg indes gelassen. „Die Konkurrenz in unserer Branche war immer und ist auch heute sehr hart. Aber ich glaube nicht an Monopole. Wir sind auch deshalb Marktführer in Europa, weil wir über gewachsene Beziehungen zu Künstlern und Veranstaltern verfügen, denen wir hohe Reichweiten bieten können.“

Auch von Marek Lieberberg, der einst mit seiner Marek Lieberberg Konzertagentur zur Eventim-Familie gehörte und nun für Live Nation arbeitet, sei er „nicht enttäuscht“. Er betonte in dem Interview: „Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu Marek Lieberberg. Er hat seinen Vertrag in jeder Hinsicht erfüllt.“