Das Metaverse bietet grenzenlose Möglichkeiten. Warum also gerade ein Deutschrap-Festival?
Wir haben uns neben Metaverse-Festivals und elektronischer Musik von Anfang an auf Deutschrap konzentriert: Es ist ein erfolgreiches Genre, die Zielgruppe passend, die Fans sind ihren Artists gegenüber sehr loyal. Die Erfolge unserer bisheringen Kampagnen wie zum Beispiel mit Rapper Haftbefehl bestätigen das. Das Metaverse ist jung und dynamisch, genauso wie die Haupthörerschaft von Deutschrap. Größen wie Travis Scott haben es in Amerika vorgemacht, wir ziehen nun hierzulande nach. Wir freuen uns schon riesig!
Was wollen Sie mit dem Event erzielen?
Umsätze sind noch nicht unsere höchste Priorität. Es geht uns vor allem darum, ein Leuchtturmprojekt für die deutsche Musikindustrie auf die Beine zu stellen. Wir haben schon so viel gelernt – vor allem in der rechtlichen Struktur, in den Produktionsprozessen und im Stakeholdermanagement zwischen Artists, Labels, Verlagen und Managements. Wir sind Web3-Pioniere und wollen es erklärbar machen, Stichwort Education. Das geht am besten, wenn man es zeigt.
Wie fällt die Ticketnachfrage bisher aus?
Sie ist noch überschaubar, aber auch so von uns erwartet. Das Thema ist für den deutschen Musikfan natürlich noch neu, daher gibt es einen größeren Erklärungs- und Überzeugungsaufwand. Wir planen den Verkauf der Tickets mit Fokus auf die letzte Woche und die letzten Tage vor dem Festival.
Wie stellen Sie sich die künftige Zusammenarbeit mit der Musikindustrie auf virtueller Ebene vor, etwa mit Konzertveranstaltern, Labels oder der GEMA?
Eine grundlegende Sache haben die reale und die virtuelle Welt gemeinsam: Der Artist bietet dem Musikfan ein Erlebnis an. Das ist gleich, egal, ob in real life oder virtuell. Wir sehen also im ersten Schritt auch ähnliche Strukturen in der Zusammenarbeit mit den Eventbeteiligten. Mit der GEMA sind wir zu dem Thema Verwertung und Monitoring von Urheberrechten in sehr engem Austausch.
Stichwort GEMA: Wie sähe für Sie eine faire Gewinnausschüttung auf Web3-Ebene aus? Inwiefern können Sie diese überhaupt beeinflussen?
Wir können hier natürlich nur bedingt Einfluss nehmen. Eine gerelle Aussage zu treffen ist hier sehr schwer und kommt natürlich auch immer auf den Einfluss des Artists und die Intensität der Zusammenarbeit aus.
Welche Partnerschaften sind Sie im Rahmen des Festivals eingegangen?
Wir arbeiten auf der Kommunikationsseite etwa mit HipHop.de und Jam.FM zusammen. Im Zuge der Artist-Onboardings zu unserem Projekt haben wir natürlich auch mit vielen Labels, Verlagen und Managements Kontakt gehabt und bereits gute Beziehungen aufgebaut – auch und vor allem für die künftige Zusammenarbeit in diesem Bereich.
Welchen Provider nutzen Sie für „Ihr“ Metaverse?
Wir haben einen tollen Partner gefunden in Berlin, Ravespace, der es uns ermöglicht hat, eine virtuelle Experience anzubieten, und zwar komplett barrierefrei – zugänglich ganz einfach über jeden Browser.
Welche Risiken gibt es für Sie als Unternehmen im noch relativ jungen Web3?
Den Fokus zu verlieren und nicht schnell genug nachhaltige Produkte an den Markt zu bringen.
Kamen von Künstler:innen-Seite Vorbehalte zur Teilnahme am virtuellen Festival?
Wir waren sehr überrascht, wie groß das Interesse war. Wir hatten ursprünglich nur einen Tag geplant.
Werden Sie ihre virtuelle Club-Umgebung als Template für weitere Projekte nutzen? Wenn ja, was steckt in der Pipeline?
Entdecke die Möglichkeiten! Wir glauben, man kann sich sehr schnell verlaufen in den Möglichkeiten, die so ein Blank Canvas bietet, wie es das Metaverse tut. Deswegen wollen wir spitz starten und uns auf virtuelle Artist-Performances konzentrieren.
Tickets sind im Online-Shop von twelve x twelve erhältlich.





