Die Metalband Pantera fliegt aus dem Line-up der von DreamHaus veranstalteten Festivals Rock am Ring und Rock im Park. Das verkündete der Veranstalter über Twitter. Phil Anselmo, Sänger der Band, war 2016 mit einem Hitlergruß in den Negativschlagzeilen gelandet.
Die Organisator:innen des am Nürburgring stattfindenden Großevents standen durch ihre Einladung der Band zunehmend unter Druck.
Nun hieß es auf den beiden Twitter-Accounts von Rock am Ring und dem Schwesterfestival Rock im Park: „Die Band Pantera wird nicht wie angekündigt bei Rock am Ring und Rock im Park 2023 auftreten.“ In einem weiteren Post folgte die Begründung: „In den letzten Wochen haben wir viele intensive Gespräche mit Künstlerinnen, unseren Partnerinnen und euch, den Festivalfans, geführt, uns mit der Kritik weiter gemeinsam auseinandergesetzt und uns dazu entschlossen, die Band aus dem Programm zu nehmen.“
Der skandalträchtige Auslöser der Debatte sei Phil Anselmos Verhalten während des Dimebash-Festivals 2016 gewesen, das zu Ehren des erschossenen Pantera-Gitarristen Dimebag Darrell ausgerichtet wurde. Dort hatte er auf der Bühne den Hitlergruß gezeigt sowie die Worte „White Power“ gerufen. Der Künstler führte sein Verhalten auf übermäßigen Alkoholkonsum hinter der Bühne zurück. Später folgte eine Entschuldigung.
Auf Instagram betonten die Veranstalter:innen noch Anfang Januar, dass ihnen in mehreren Gesprächen mit Pantera „glaubwürdig versichert“ worden sei, dass „Phil Anselmos Verhalten von 2016 in keinem Fall die Ansichten der Band widerspiegelt, und er sein Auftreten aufrichtig und tief bereut. Phil Anselmo hat sich mehrfach öffentlich für sein Verhalten und seine Aussagen entschuldigt“.
Mit dem Konzert hätte DreamHaus Pantera „eine Chance geben wollen“ und „somit unzähligen Rockfans den Traum erfüllen wollen, das Werk von Pantera noch einmal live zu erleben“. In dem Post war außerdem von einem mehrheitlich positiven Feedback der Fans seit der Ankündigung der Band im November 2022 die Rede.
Zudem wies der Veranstalter darauf hin , dass alle Künstler:innen bei Vertragsabschluss unterschreiben, „dass Rassismus, Homophobie und jede Form der Diskriminierung bei unseren Festivals in keiner Art und Weise geduldet werden“. Bei „einem Bruch unseres Vertrauens“ würden sie „in allen Fällen“ sofort reagieren.





