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Munich Arena bekommt grünes Licht aus der Politik

Der Freisinger Stadtrat stimmte mit 24 zu 14 Stimmen mittelbar für den Bau der Munich Arena in der Nähe des Flughafens München. Als Partner der SWMUNICH Real Estate, die die Spielstätte baut und betreiben wird, ist der US-Konzern Live Nation mit an Bord.

Am 18. Juni 2026 beschloss der Stadtrat Freising die nötige Änderung des Flächennutzungsplans. Damit steht der Munich Arena, die 2029 ihren Betrieb aufnehmen soll, zumindest auf politischer Ebene nichts mehr im Weg.

Trotz mehrerer Bedenken bezüglich der Verkehrsbelastung sowie der Zunahme des Luftverkehrs stimmten 24 von 38 Mitgliedern des Stadtrats für die Änderung. Jüngst kamen in den Medien auch wegen des großen Partnerkonzerns des Projekts Zweifel an der Arena auf.

Denn die Munich Arena ist für Live Nation die erste große Beteiligung an einer deutschen Spielstätte. In den USA musste der Konzern nach einem Kartellurteil zwar sein Investment bezüglich Arenen und Stadien zurückschrauben, im Rest Europas und in Südamerika baut Live Nation seine Beteiligung allerdings immer weiter aus. MusikWoche berichtete bereits im Juni 2024 von einem möglichen Engagement des Konzerns, das dieser im Mai 2025 bestätigte.

In der Munich Arena sollen rund 20.000 Zuschauer:innen Platz finden. Mit dieser Kapazität sollen künftig „internationale Stars“ den Weg in die Region finden, in der aktuell die Olympiahalle rund 12.000 bis 13.000 Menschen Platz bietet, oder in die Allianz Arena, in die – je nach Planung des Konzerts – über 50.000 Zuschauer:innen reinpassen. Das Olympiastadion, in dem zuletzt Robbie Williams spielte, fasst rund 70.000 Menschen. Dieses wird allerdings aktuell saniert.

Für den Bau der Munich Arena habe laut einem Bericht der „SZ“ unter anderem die Wirtschaftsleistung gesprochen, die durch regelmäßige Konzerte nach Freising komme. Eine Deloitte-Studie kommt diesbezüglich auf eine zusätzliche Wertschöpfung von rund 350 Millionen Euro pro Jahr.