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Münchner Jazz Sommer beginnt

Mit Konzerten von Alfredo Rodriguez und dem Sirius Quartet & Joo Kraus sowie der Ausstellungseröffnung mit Fotografien von Miles Davis begann am 28. Juli 2026 der Münchner Jazz Sommer im Bayerischen Hof, der in diesem Jahr unter dem Motto „What The World Needs Now“ steht.

Hotelchefin Innegrit Volkhardt begrüßte im Atrium des Bayerischen Hofs traditionell die geladenen Gäste des traditionsreichen Jazz-Festivals, dessen Anfänge in den 80er-Jahren bei der damals noch als Klavier Sommer firmierenden Konzertreihe liegen. Seit 1991 findet die von dem Hotel selbst ausgerichtete Veranstaltung als Jazz Sommer fest im Bayerischen Hof statt.

„Ich freue mich, dass wir damals die Musik zurückgeholt haben ins Hotel, das bereits unter der Leitung meines Vaters, der selber ein leidenschaftlicher Musikfreund war, sehr musikalisch war“, begrüßte die Hotelchefin und Jazz-Epertin Innegrit Volkhardt die Gäste. Sie übergab dann das Wort an den Programmleiter Oliver Hochkeppel, der seit vier Jahren für das Booking des Festivals verantwortlich zeichnet.

„Von Anfang war es mir wichtig, das Festival jedes Jahr unter ein besonderes Motto zu stellen“, sagte Hochkeppel. „Das diesjährige Motto ‚What The World Needs Now‘, basierend auf dem gleichnamigen Song von Burt Bacharach, steht für das, was die Welt in diesen Zeiten wirklich braucht: mehr Farbe, Miteinander, Austausch und Verbundenheit.“ Entsprechend bunt und vielfältig sei das Programm beim diesjährigen Festival, bei dem kein Konzert dem anderen gleiche. „Was aber alle Konzerte eint: Alle Musiker transportieren mehr als nur Musik.“

Hochkeppel verwies dann noch auf die Fotoausstellung „Miles Davis – Three Days In Malibu“ von Ralph Quinke, die ebenfalls am 28. Juli im Beisein des Fotografen eröffnet wurde. „Anlässlich des 100. Geburtstages von Miles Davis gibt es eine Menge Events, die dies feiern, aber ich kann behaupten, dass wir die schönste Fotoausstellung zu dem Thema haben.“

Eröffnete den Jazz Sommer 2026 im Bayerischen Hof: das Alfredo Rodriguez Trio im Nightclub. Foto: MusikWoche

Der musikalische Teil des Festivals begann mit einem Konzert des kubanischen Jazz-Pianisten Alfredo Rodriguez, den Hochkeppel kurzfristig buchen konnte, nachdem der ursprünglich als Headliner des Eröffnungsabends vorgesehene Abdullah Ibrahim am 15. Juni verstorben war. Diese Kurzfristigkeit sei auch der Grund, warum man die Show vom Festsaal in den kleineren Nightclub des Hotels verlegt habe, erläuterte Hochkeppel. Alfredo Rodriguez bot Interpretationen von Songs wie „The Final Countdown“, „Hotel California“, „Thriller“ oder klassischen Stücken wie „Für Elise“ von Beethoven, die er in kubanische Latin-Jazz-Songs überführte.

Beendeten den ersten Abend des Festivals: das Sirius Quartet & Joo Kraus. Foto: MusikWoche

Um 22 Uhr folgte dann das zweite Konzert im Nightclub: Der deutsche Jazztrompeter Joo Kraus, der einst auch mit dem Kraan-Bassisten Helmut Hattler zusammengearbeitet hatte, stand gemeinsam mit dem New Yorker Streichern vom Sirius Quartet auf der Bühne. Auch die Formation interpretierte Stücke von anderen Komponisten – darunter „Eleanor Rigby“ von den Beatles, „An Englishman In New York“ und „Russians“ von Sting spwoe „Knives Out“ von Radiohead.

An den folgenden Tagen treten im Nightclub noch Jowee Omicil & Malika Zarra, das Daniel Garcia Diego Trio, Fabiola Mendez und Tord Gustavsen & Trygve Seim auf.