“Der Tourneemarkt muss sich nach wie vor vielschichtigen Herausforderungen stellen, die der Branche Kopfzerbrechen bereiten“, sagt Ben Mitha, Geschäftsführer Karsten Jahnke Konzertdirektion. „Internationale Top-Acts scheinen größtenteils besser denn je zu laufen, der Domestic Bereich hat es dagegen aktuell weitaus schwerer.“ Speziell Deutschpop sowie Genres mit Fans in tendenziell höheren Altersgruppen wie zum Beispiel bei Jazz, Blues, Soul hätten mit massiven Umsatzeinbrüchen zu kämpfen, weiß Mitha. „Die größte Schwierigkeit stellt für uns derzeit die neue Kostensituation dar, wir sprechen hier von einem Anstieg von 30 bis 40 Prozent sowohl auf Tour- als auch lokaler Kostenebene, die wir berücksichtigen müssen. Nachdem uns die letzten drei Jahre immens viel Kraft und Geduld abverlangt haben, hätte die Branche nach überstandener Pandemie ein Zurück zur ›Normalität‹ mehr als verdient, aber es braucht offensichtlich noch längeren Atem.“
Livewochen – Touring-Special: Angespannte Lage trotz voller Häuser
Trotz ausverkaufter Tourneen vor allem von internationalen Top-Acts hat die deutsche Livebranche im Tourneegeschäft noch nicht wieder den vorpandemischen Zustand erreicht. MusikWoche fragte ausgewählte Agenturen nach ihrer Markteinschätzung und den größten Herausforderungen.





