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Live Nation sieht Lateinamerika und Asien als Wachstumsmärkte

Am 24. April 2026 präsentiert Live Nation seinen jüngsten Geschäftsjahresbericht. Darin bestätigt der weltgrößte Livekonzern die bereits vorab fürs vergangene Jahr verkündeten Zahlen. Mit Aussagen zum laufenden Kartellzwist hält sich CEO Michael Rapino zwar zurück, immerhin aber lässt er erkennen, wo er weiteres unternehmerisches Potenzial sieht.

Fürs Geschäftsjahr 2025 bestätigt das 116 Seiten starke Zahlenwerk dem Live-Nation-Konzern bei Zuwächsen um neun Prozent Rekordumsätze in Höhe von insgesamt gut 25,2 Milliarden Dollar, das Nettoergebnis in Höhe von knapp 691 Millionen Dollar blieb indes, wie bereits im Februar gemeldet, doch deutlich hinter dem Vorjahreswert von 1,13 Milliarden Dollar zurück.

In seinem Vorwort zu dem auch online verfügbaren Bericht geht President & CEO Michael Rapino nicht weiter auf den Kartellstreit ein, der zuletzt die Schlagzeilen rund um den Konzern bestimmte. Stattdessen verweist er aber zum Beispiel auf ein übergreifendes Wachstum des Konzertgewerbes um sieben Prozent – Live Nation, das wird damit zwischen den Zeilen klar, hätte damit dynamischer zugelegt als der Gesamtmarkt. Die größere Geschichte aber sei, wo denn genau das Wachstum herkomme: „Nordamerika bleibt zwar unser Fundament“, führt Rapino aus. „Aber die internationalen Märkte – insbesondere Lateinamerika und der asiatisch-pazifische Raum – entwickeln sich rasant.“

Bei Live Nation, so macht Rapino klar, wolle man an dieser Entwicklung teilhaben: „Wir bauen unsere Infrastruktur massiv aus, um der Nachfrage vor Ort gerecht zu werden“, schreibt der Konzernchef. „Unsere Planungen umfassen Dutzende neuer, auf Musik spezialisierter Veranstaltungsorte in Asien, Europa und Lateinamerika.“

Auch in der Zusammenarbeit mit Markenartiklern sieht Rapino weiteres Potenzial: Rund 93 Prozent aller Fans würden Live-Erlebnisse gegenüber digitalen Erfahrungen bevorzugen: „Angesichts dieser Energie verlagert sich der Fokus der Marken auf unser Netzwerk: Alle wollen da sein, wo die Fans sind – vor Ort.“ Denn dort lasse sich ein hochgradig interessiertes Publikum erreichen.

Die Rahmenbedingungen für die künftige Entwicklung schätzt Rapino beinahe zurückhaltend als „solide“ ein: „Die Nachfrage wächst, Artists touren verstärkt, und wir entwickeln die notwendigen physischen und digitalen Tools, um das zu unterstützen.“ Daher bleibe die Strategie des im Konzertgeschäft ebenso wie im Ticketing aktiven Konzerns auch 2026 unverändert: „Wir investieren in Künstler, bauen die Bühnen, die sie brauchen, und verbessern kontinuierlich Fanerlebnisse weltweit.“