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Live Nation holt Cheflobbyisten an Bord

In den USA stehen Live Nation und Ticketmaster unter Druck. Zu laufenden Untersuchungen von Justizministerium und den Kartellwächtern der FTC gesellte sich jüngst auch noch eine Anhörung vor dem Senat. Passend dazu nun bekannt, den langjährigen Rechtsbeistand Dan Wall nun fest ans eigene Haus gebunden zu haben.

In den USA stehen Live Nation und Ticketmaster politisch unter Druck. So hatte das Justizministerium nach den teils chaotisch verlaufenen Ticketverkäufen zur anstehenden „The Eras“-Tournee von Taylor Swift in der Vorweihnachtszeit eine Untersuchung auf den Weg gebracht, und auch die Kartellwächter der Federal Trade Commission (FTC) haben den Weltmarktführer im Live Entertainment im Visier.

Hinzu gesellte sich jüngst auch noch eine Anhörung vor dem Senat. Mehr dazu lesen MusikWoche-Abonnent:innen übrigens in Volume 06/2023 oder im E-Paper.

Passend zu dieser Ausgangslage gab Live Nation am 2. Februar 2023 bekannt, den langjährigen Rechtsbeistand Dan Wall nun fest ans eigene Haus gebunden zu haben. Dan Wall übernimmt demnach mit sofortiger Wirkung den Posten eines Executive Vice President for Corporate & Regulatory Affairs. Diese Position solle es ihm ermöglichen, auch weiterhin als Berater und Anwalt für den Konzern aktiv zu sein. Wall ist bereits seit zwölf Jahren für Live Nation tätig, stand bislang allerdings in Diensten der Kanzlei Latham & Watkins. Von seinem Posten als Partner dieser Law Firm hatte sich der Rechtsanwalt im Laufe der Woche zurückgezogen.

„Live Nation war für mich schon immer ein ganz besonderer Kunde“, lässt Dan Wall zu seiner Verpflichtung wissen. Und so habe er vor rund drei Jahren die Idee ins Spiel gebracht, die bestehenden Beziehungen zu verstetigen. Nun freue er sich auf die im Zuge der weiteren Zusammenarbeit anstehenden Herausforderungen.

Bei Live Nation lobt President & CEO Michael Rapino derweil Dan Wall als „vertrauensvollen Berater und Partner“ sowie als „wertvollen Bestandteil des Teams“.

Angesichts der innenpolitischen Herausforderungen könnte dem Konzern schlimmstenfalls sogar die Zerschlagung drohen.