Das bereinigte Betriebsergebnis (AOI) von Live Nation verbesserte sich um zwei Prozent auf 817 Millionen Dollar, der Umsatz im Konzertgeschäft stieg um acht Prozent. Das AOI im Sponsoring-Bereich wuchs um 13 Prozent, angetrieben durch die internationale Expansion bei Veranstaltungsorten und Festivals.
Die Konzertsparte von Live Nation erzielte im zweiten Quartal einen Umsatz von 6,4 Milliarden Dollar – ein Anstieg um acht Prozent. Die internationalen Zuschauerzahlen in Stadien, Arenen und bei Festivals stiegen jeweils um mehr als 20 Prozent, während diese Zahlen in den USA in Amphitheatern und Arenen zweistellig wuchsen, gingen sie allerdings in den Stadien zurück. Die aktuellen Vorverkaufszahlen für Shows bis zum Ende des 2. Quartals liegen bei allen großen US-Veranstaltungsorten auf oder über dem Vorjahresniveau.
Die Erschwinglichkeit von Tickets bleibe ein zentraler Aspekt, teilt Live Nation mit. „Die Preiserhöhungen in Stadien, Arenen und Amphitheatern lagen im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich; zudem blieb der Anstieg der Einstiegspreise für Tickets in den USA über die letzten fünf Jahre weiterhin hinter der Inflationsrate zurück.“ Allerdings sank das AOI in dem Segment um 14 Prozent auf 310 Millionen Dollar. Das zweite Quartal schloss mit einem Rekordwert beim sogenannten Deferred Revenue von 6,4 Milliarden Dollar – ein Anstieg um 25 Prozent.
Für das Gesamtjahr erwartet Live Nation um zehn Prozent steigende Besucherzahlen. Auch sei der Geschäftsbereich Konzerte weiterhin auf Kurs, ein zweistelliges AOI-Wachstum zu erzielen und die Margen weiter auszubauen.
Venue Nation, der Bereich von Live Nation, der sich um das Betreiben von Spielstätten kümmert, meldet, dass seit Jahresbeginn die Ausgaben für Speisen und Getränke vor Ort im Vergleich zum Vorjahr sowohl in großen US-Amphitheatern als auch in europäischen Arenen und Theatern im hohen einstelligen Prozentbereich gestiegen seien. Venue Nation sei auf dem besten Weg, im Jahr 2026 fast 75 Millionen Fans zu empfangen – ein zweistelliger Anstieg gegenüber dem Vorjahr, getrieben durch eine höhere Anzahl an Shows aufgrund besserer Auslastung bestehender Standorte sowie durch die Hinzunahme neuer Veranstaltungsorte.
Die Kosten für die Vorbereitung der Eröffnung aller sich in der Entwicklung befindlichen Spielstätten schätzt Live Nation für 2026 auf rund 50 Millionen Dollar; die aktuellen Projekte lägen auf Kurs, eine interne Verzinsung (IRR) von über 20 Prozent zu erzielen. Die aktuelle Pipeline umfasst mehr als 25 große Hallen mit jeweils über 3000 Plätzen, deren Eröffnung bis Ende 2027 geplant ist und die Kapazitäten für weitere 15 Millionen Fans schaffen sollen.
Ticketmaster erzielte im zweiten Quartal einen Umsatz von 852 Millionen Dollar – ein Anstieg um 15 Prozent. Das AOI schoss um 14 Prozent auf 331 Millionen Dollar. Die Ticketingsparte von Live Nation hat in dem Zeitraum 90 Millionen gebührenpflichtige Tickets verkauft, ein Anstieg um acht Prozent, wobei Konzerte der wichtigste Wachstumstreiber blieben, wie der Konzern betont. Der Ticketabsatz in diesem Bereich stieg um 11 Prozent und war für 90 Prozent des Wachstums beim Ticketvolumen verantwortlich. Auf internationalen Märkten wurden 39 Millionen Tickets verkauft (plus 12 Prozent), wobei der Bruttotransaktionswert (GTV) um 20 Prozent zulegte – maßgeblich getrieben durch starkes Wachstum in Südamerika. Das Volumen im Zweitmarkt für Tickets in Nordamerika blieb indes unverändert, da das Wachstum des GTV im Sportbereich den Rückgang bei Konzertaktivitäten ausglich. Der Geschäftsbereich mit dem autorisierten Weiterverkauf von Tickets macht nun einen niedrigen zweistelligen Anteil am GTV aus, was die anhaltenden Bemühungen zur Eindämmung von Ticketweiterverkauf durch nicht autorisierte Zwischenhändler und Bot-Aktivitäten widerspiegelt.
Das zweite Quartal schloss mit einem Deferred GTV von 5,2 Milliarden Dollar (plus 16 Prozent) und Servicegebühren-Erlösen von 390 Millionen Dollar (plus 23 Prozent). Für das Gesamtjahr erwartet Live Nation beim AOI von Ticketmaster ein Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich, befeuert durch eine starke Konzertnachfrage und eine wachsende globale Kundenbasis. Die Margen dürften auf dem Niveau des Vorjahres liegen.
Im Sponsoring-Geschäft erzielte Live Nation einen Umsatz von 383 Millionen Dollar (plus 12 Prozent), getrieben durch die Stärke der internationalen Märkte (plus 17 Prozent). Das AOI betrug hier 257 Millionen Dollar – ein Zuwachs von 13 Prozent. „Die Nachfrage seitens der Marken bleibt breit gefächert, angetrieben durch unser wachsendes Portfolio an Spielstätten und globale Festivals, die 70 Prozent zum Wachstum beitrugen“, führt Live Nation aus. Die Anzahl der strategischen Partner (mit einem Jahresumsatz von über einer Million Dollar stieg um mehr als 20 Prozent; der damit verbundene Umsatz wuchs zweistellig. Für das Gesamtjahr geht Live Nation von einem zweistelliges Wachstum des AOI im Sponsoring-Bereich aus, denn 95 Prozent der Sponsoring-Zusagen für 2026 sind bereits verbucht. Die Margen werden auch hier voraussichtlich auf dem Niveau des Vorjahres liegen
„In einer Welt voller Bildschirme und KI-generierter Inhalte ist das Live-Erlebnis vor Ort das Einzige, das sich nicht kopieren lässt“, sagt Michael Rapino, President & CEO Live Nation. „Mehr Artists als je zuvor sind auf Tour – und Fans entscheiden sich immer wieder dafür, live dabei zu sein, was zu den stärksten Ticketverkaufszahlen führt, die wir je erlebt haben. Bis Mitte Juli wurden mehr als 143 Millionen Tickets verkauft – das sind über 14 Millionen mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres –, wobei das Wachstum der Ticketverkäufe bei allen großen Spielstätten (Stadien, Arenen und Amphitheater) im mittleren zweistelligen Prozentbereich lag.“
Nichts davon sei ohne die Acts möglich gewesen, so Rapino weiter: „Sie schaffen diese besonderen Momente, und wir sind ihnen und ihren Crews dankbar, dass sie uns ihre Tourneen anvertrauen. Dieses Quartal war von Meilensteinen geprägt: Fast 49 Millionen Fans besuchten unsere Shows, Ticketmaster steigerte das bereinigte operative Ergebnis um 14 Prozent, und ein Rekordwert bei den abgegrenzten Umsatzerlösen deutet auf eine starke zweite Jahreshälfte hin. Die im ersten Quartal gebildete Rückstellung für Rechtsstreitigkeiten wird das ausgewiesene operative Ergebnis zwar belasten, doch wir liegen weiterhin auf Kurs für ein zweistelliges Wachstum des bereinigten operativen Ergebnisses in diesem Jahr – und streben an, dieses Wachstumsniveau auch in den kommenden Jahren beizubehalten.“






