In „No Straight Lines: Lie Ning In Conversation With Planningtorock“ kommen zwei Künstler*innen unterschiedlicher Generationen zusammen, um Themen wie das „Queeren“ der Stimme, die Gestaltung neuer Sounds und das Sichtbar-Sein als queere Person in der Musikindustrie zu erörtern. Das von Lie Ning moderierte Gespräch mit Planningtorock soll einen Bogen spannen von „künstlerischer Identität und Technologie bis hin zu Repräsentation, Sicherheit und den Strukturen, die queere und FLINTA*-Künstler*innen benötigen, um sich wirklich entfalten zu können“, heißt es aus Hamburg. Präsentiert wird die Session vom Programm Keychange.
Zum Thema „Sync“ bringt das Reeperbahn Festival Music Supervisors und Sync-Expert*innen zusammen, darunter Anna Romanoff, Amanda Krieg Thomas, Ian Broucek, Thomas Golubić, Lena Obara, Raquel Bettencourt und Everton Lewis Jr. In Sessions wie „Music Supervision in the Streaming Age – The Off Campus Story“, „The Game of Sync“ und „From Studio To Screen“ wollen sie „exklusive Einblicke in die Bereiche Music Supervision, Lizenzierung und die wachsende Sync-Welt gewähren“. Ergänzt wird das Programm durch spezielle Mentoring-Sessions und ein Matchmaking-Programm.
Aber auch Live-Themen haben weiterhin einen hohen Stellenwert. „Während internationale Konzerne ihren Einfluss auf den Live-Musiksektor stetig ausweiten, gewinnen Fragen nach Unabhängigkeit und Vielfalt im europäischen Musikökosystem zunehmend an Dringlichkeit“, betonen die Programmverantwortlichen. In „European Concert Companies, Where Are You?“ untersuchen Ornélia Adjovi und Erica Romero Pender, wie Marktkonzentration, weltweite Übernahmen und internationaler Wettbewerb die Chancen für Veranstalter, Festivals und unabhängige Unternehmen in ganz Europa verändern.
Gleichzeitig will das Reeperbahn Festival die internationale Perspektive durch neue Sessions und Expertenbeiträge erweitern. Einbringen wollen diese Perspektive die International Association of Entertainment Lawyers (IAEL), der European Music Exporters Exchange (EMEE) und das Worldwide Independent Network (WIN). „Gemeinsam steuern diese Partner wertvolles Fachwissen zu internationalen Märkten, rechtlichen Entwicklungen, Exportstrategien und der weltweiten Zukunft der unabhängigen Musikszene bei.“
Paul Ramisch, der im vergangenen Jahr den Start-up-Wettbewerb „Sound of Solutions“ auf der Reeperbahn gewonnen hat, kehrt 2026 als Konferenz-Speaker zum Reeperbahn Festival zurück, um von seinem Werdegang als Jungunternehmer zu berichten.
Ramisch hatte 2025 mit seinem Projekt „tourdarts“ sowohl die Jury als auch das Publikum überzeugt. Nach seinem Sieg habe sich seine Idee „zu einem Motor für weitere Innovationen und Wachstum entwickelt“, so das Reeperbahn Festival. „Sein Weg veranschaulicht perfekt, wie das Reeperbahn Festival aufstrebende Talente fördert und mutige Ideen in praxisnahe Innovationen für die Musikbranche verwandelt.“






