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Kessel Festival sammelt trotz Hitzeabsage über 1200 Pfandbecher

Das Stuttgarter Kessel Festival hat gemeinsam mit der NGO Fairventures Worldwide auch in diesem Jahr Becherpfand für Baumpflanzungen in Uganda und Indonesien gesammelt. Trotz der wetterbedingten Absage des zweiten Festivaltages kamen mehr als 1200 Pfandbecher zusammen.

Bereits zum dritten Mal haben mobile Teams von Fairventures Worldwide mit Mülltonnen und Hinweisschildern auf dem Gelände Besucher:innen des Kessel Festivals zur Becherabgabe motiviert. Allein am Freitag ließen sich so über 1200 eingereichte Pfandbecher zählen.

Da bereits das Pfand von drei Getränkebechern – rund sechs Euro – für die Pflanzung und langfristige Begleitung eines Baums inklusive Schulungen vor Ort ausreiche, finanziert die diesjährige Aktion 500 neue Setzlinge, wie der Organisator, die Kessel Festival GmbH & Co. KG, meldet.

Die Spenden fließen in die kommende Pflanzsaison in Uganda. Da Bäume in tropischen Regionen deutlich schneller wachsen als in Mitteleuropa, binden sie dort früher Kohlenstoff, stabilisieren Böden und stärken lokale Ökosysteme. Für Fairventures Worldwide gewann die Festivalpräsenz angesichts der Rekordhitze und der Absage des zweiten Festivaltages zusätzlich an Bedeutung: Was Partnerorganisationen in Uganda und Indonesien längst erlebten, werde zunehmend auch in Europa spürbar.

Tobias Reisenhofer, Geschäftsführer des Kessel Festivals, ergänzt: „Kollektives Handeln ist der Schlüssel. Mit Aktionen wie dieser machen wir sichtbar, dass viele kleine Beiträge gemeinsam Wirkung entfalten können.“

Das Kessel Festival verfolgt nach eigenen Angaben seit Jahren einen konsequenten Nachhaltigkeitsanspruch, unter anderem mit Ökostrom, wiederverwendbaren Materialien und dem sogenannten Übermorgenmarkt. Seit Beginn der Kooperation mit Fairventures Worldwide im Jahr 2024 wurden über die Becherpfandaktionen mehr als 2200 Bäume finanziert.