Der Arbeitsvertrag sei zwar noch nicht unterschrieben, meldet die „Süddeutsche Zeitung“ in ihrer Wochenendausgabe, ab August 2026 aber kehre Jürgen Enninger nach München zurück und kümmere sich dort im Kulturreferat für zunächst zwei Jahre um die weitere Entwicklung der Jutierhalle. Diese solle „ein Leuchtturm werden“, zitiert die „SZ“ den früheren Musikmanager, der einst für die Landeshauptstadt München den Aufbau und die Leitung des Kompetenzteams Kultur- und Kreativwirtschaft verantwortete und in dieser Zeit seinen Sitz bereits auf dem Areal hatte, zu dem auch die Jutierhalle gehört.
Bei der Stadt München beschreibt man die Räumlichkeiten in einem einstigen Industriegebäude als einen „neuen Ort für Kultur- und Kreativschaffende“, der vor der Fertigstellung stehe und „noch in diesem Jahr“ von neuen Nutzer:innen bezogen werden solle. Während die Zwischennutzung im Fat Cat in den Räumlichkeiten des alten Gasteig ausläuft, könnten sich hier also neue Möglichkeiten für Kreativschaffende ergeben.
Die Jutierhalle – hier wurden einst Wasserrohre mit Jute umwickelt – werde „dabei vorläufig bis 2028 durch das Kulturreferat betrieben“, hieß es Anfang Juli bei der Landeshauptstadt: Die Halle umfasst demnach „43 Haus-in-Haus-Arbeitsräume, von denen 39 gemietet werden können, sowie drei Musikprobenräume und Büros für die interne Verwaltung“. Hinzu komme eine zentrale Veranstaltungsfläche: „Bis zur Gründung einer städtischen Beteiligungsgesellschaft soll die Belegung mit Unterstützung von Kreativ München umgesetzt werden. Die Musikprobenräume werden durch das Kulturreferat direkt vergeben.“ Laut den Bez + Kock Architekten bildet die „künftige Nutzung der beiden 1926 erbauten, denkmalgeschützten Industriehallen“ – gemeint sind hier die Jutierhalle und die daneben liegende Tonnenhalle – „den kulturellen Schwerpunkt im neuen Kreativquartier Münchens“.
Seinen Posten in Augsburg hatte Enninger im Frühjahr im Anschluss an die Kommunalwahlen in Bayern eingebüßt, als der dortige neue Oberbürgermeister einzelnen Ressorts einen neuen Zuschnitt verpasste. In München übernimmt er nun eine Aufgabe im Haus des dortigen Kulturreferenten Marek Wiechers.
Enninger brachte seine Erfahrungen aus der Musikwirtschaft (enja records, VUT, Bayerische Staatsoper) seit 2010 zunächst im Regionalbüro Bayern im Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes ein und übernahm ab 2014 für die Landeshauptstadt München den Aufbau und die Leitung des Kompetenzteams Kultur- und Kreativwirtschaft.







