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Hannes Heide: „In der EU fehlt es an ­Engagement für den Kultur- und Kreativsektor“

Hannes Heide ist die Wiederwahl ins EU-Parlament gelungen. Im Gespräch mit MusikWoche kritisiert der SPÖ-Politiker, einst Tourmanager von Hubert von Goisern, die zunehmende Marktkonzentration im Livegeschäft.

Beruflich war Hannes Heide vor der Politik zeitweise im österreichischen Kulturbetrieb tätig, womit eine Mitgliedschaft im Kulturausschuss des Parlaments (CULT) in der vergangenen Wahlperiode naheliegend war. Ob dies auch künftig der Fall ist, wird sich Mitte Juli klären. Ob der ehemalige Tourmanager von Hubert von Goisern (2004-2006), der erste Vertreter dieses Berufstands ist, der sich als EU-Abgeordneter verdingt, ist jedoch unbekannt. Als Mitglied der Cultural Creators Friendship Group (CCFG), einer überparteilichen Interessensgruppe im EU-Parlament, veranlasste er jedoch einen Bericht, der dem Konzertgeschäft gewidmet ist. Verfasst vom Wissenschaftlichen Dienst des EU-Parlaments und unter der Überschrift „The EU‘s Live Music Sector – Market Distortion, Value Chains And Ecosystem Diversity“, handelt es sich dabei um eine Abhandlung, die sich fundiert unter anderem mit der Marktmacht der Livekonzerne sowie kartellrechtlichen Rahmenbedingungen beschäftigt. Interessant dabei ist, dass der Bericht vor Bekanntwerden einer Kartellrechtsklage gegen Live Nation/Ticketmaster veröffentlicht wurde.

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