Florian Drücke, Vorstandsvorsitzender Bundesverband Musikindustrie (BVMI): 2024 war ein gutes Jahr mit solider Marktentwicklung, was das Plus von 7,6 Prozent im ersten Halbjahr widerspiegelt. Uns war dabei wichtig, zur Debatte um Verteilungsgerechtigkeit die unternehmerische Perspektive unserer Mitglieder beizutragen: Die Studie „Die deutsche Musikindustrie: Investitionen und Zahlungen an Künstler*innen“ zeigt, dass sich die Zahlungen der Labels an Artists zwischen 2010 und 2022, also seit dem Start des Audio-Streamings, verdoppelt haben (während die Einnahmen der Firmen um lediglich 17 Prozent gestiegen sind). Das unterstreicht die Qualität der Partnerschaft zwischen Labels und Künstler:innen und widerspricht vielen anekdotischen Darstellungen. Ebenfalls erfreulich: Die wirtschaftliche Relevanz der Musikwirtschaft in ihrer Gesamtheit hat laut der neuen Musikwirtschaftsstudie in den vergangenen Jahren trotz der Pandemie zugenommen. Hoffnungsvoll schaue ich auf die Veröffentlichung der BKM-Streaming-Studie, da sie hoffentlich zur weiteren Versachlichung der Debatte beiträgt. Dies umso mehr, damit wir uns dann als Gesamtbranche vor allem auf die Rahmenbedingungen für die Nutzung von generativer KI stark machen können, da das von herausragender Wichtigkeit für die künftige Wertschöpfung ist.
„Halbvoll, nicht halbleer“ – MusikWoche-Umfrage zur Jahresbilanz 2024
Angesichts all der gesellschaftlichen Nöte und politischen Turbulenzen holt MusikWoche zum Jahresende ein Stimmungsbild ein und fragte: 1/2 Cappuccino oder bling bling? Was hat Ihnen das Jahr 2024 aus musikwirtschaftlicher Perspektive gebracht? Das Gesamtwerk erscheint als digitales Doppelalbum, hier die Seite C.






