In seinem Keynote-Interview bei Eurosonic Noorderslag sagte Karsten Jahnke Mitte Januar sinngemäß, es gebe zu viele Festivals in Deutschland, und der Markteintritt von DEAG werde die Situation noch verschärfen. Im Gespräch mit MusikWoche präzisiert der Hamburger Impresario, der 1959 sein erstes Konzert veranstaltete: „Ich habe nicht gesagt, dass die jetzige Festivalkonstellation nicht funktioniert, sie funktioniert in der Regel hervorragend. Ich bin nur davon überzeugt, dass die vielen Festivals das normale Tourgeschäft schädigen.“ Schließlich seien die Festivalveranstalter in der Regel in der Lage, sehr hohe Gagen zu zahlen. „Bisher galt es nur für die Topacts, nun werden auch für Mittelklasse-Acts horrende Summen geboten, die sich dann auch negativ auf die Gagenerwartungen der Acts für Headline-Shows auswirken.“
Festivalsommer 2015 – Karsten Jahnke sieht Tourneen in Gefahr
Mit dem Dortmunder Clubfestival Way Back When und dem Reeperbahn Festival, zu dessen Gründervätern er gehört, hat Karsten Jahnke auch im Festivalbereich Erfahrungen gesammelt. Er übt Kritik an eskalierenden Gagen und sieht Marek Lieberberg als dominierende Kraft in der deutschen Festivallandschaft.






