“Es gibt in Deutschland mehr und mehr Festivals – ob das zu viele sind, wird sich zeigen“, sagt Markus Wiersch, Stellvertretender Geschäftsführer KME Karlsruhe Marketing und Event. „Es ist erfreulich, dass ein Kulturangebot so eine Zunahme erfährt, aber letztlich entscheiden die Besucherinnen und Besucher, wie viele Festivals er sich leisten kann und leisten will. Es besteht allerdings die Befürchtung, dass durch einen Preiskampf im Bereich Gagen und Ticketpreise unter Umständen der Servicegedanke und der Qualitätsanspruch auf der Strecke bleibt“, so Wiersch weiter, der in Karlsruhe Das Fest veranstaltet. Auch bei der Preisfrage antwortet er weitsichtig: „Große Namen und Qualität haben ihren Preis und die riesigen Kostenfaktoren wie Produktion, Sicherheit, Logistik und Personal müssen finanziert werden.“ Leider seien Qualität und Service abseits der Bühnenshows häufig ausbaufähig. „Am Ende entscheiden aber die Besucherinnen und Besucher auch hier, was ihnen welcher Festivalbesuch wert ist. Für Das Fest Karlsruhe, als nicht kommerzielles Festival, ist es wichtig, für alle ein Erlebnis zu schaffen. Deshalb sind 70 Prozent des Programmes kostenfrei zugänglich.“
Festivals: zu viele, zu teuer?
MusikWoche hat ausgewählte Festivals gefragt, ob in Deutschland der Markt übersättigt sei und wollte von ihnen auch wissen, wo eine Grenze bei der Ticketpreispirale liegen könnte.






