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Federation Of Music Conferences nimmt Betrieb auf

Am 19. Januar sind die East European Music Conference, Eurosonic Noorderslag (ESNS), Linecheck, MaMA Music & Convention, Reeperbahn Festival und Tallinn Music Week die Gründungsmitglieder der Federation Of Music Conferences, die bei ESNS ins Leben gerufen wird.

Am 19. Januar 2023 sind die East European Music Conference, Eurosonic Noorderslag (ESNS), Linecheck, MaMA Music & Convention, Reeperbahn Festival und Tallinn Music Week die Gründungsmitglieder der Federation Of Music Conferences, die bei ESNS ins Leben gerufen wird. Teil der gemeinsamen Agenda ist auch, den Musiksektor in Europa und darüber hinaus zu unterstützen.

„Die Musikbranche sieht sich einem hochdynamischen Umfeld gegenüber, das sich gleichzeitig an verschiedene Transformationsprozesse anpassen muss“, heißt es aus Groningen, wo ESNS vom 18. bis 21. Januar stattfindet. „Als Teil der Initiative Music Moves Europe (MME) der Europäischen Kommission hat es sich die Federation of Music Conferences zur Aufgabe gemacht, die Kommission in ihrem Bestreben zu unterstützen, den Dialog mit dem Musiksektor in Europa zu stärken.“

Die Gründungsmitglieder des Verbandes laden andere Musikkonferenzen ein, sich dem Netzwerk anzuschließen – mit dem Ziel, Fachwissen auszutauschen und Kapazitäten im Hinblick auf aktuelle und zukünftige Bedürfnisse der Musikwirtschaft aufzubauen. „Es ist auch eine Einladung, Teil dieses neuen MME-Dialogs zu werden und einen Beitrag zu leisten, der letztendlich darauf abzielt, die EU-Politik und -Programme mitzugestalten, um den Sektor zu unterstützen und seine Herausforderungen anzugehen.“

Als für Kultur zuständige EU-Kommissarin sagt Mariya Gabriel, dass der der neue MME-Dialog die bestehenden Kommunikationskanäle der EU mit dem Musiksektor ergänzen werde. „Ich bin davon überzeugt, dass dies einen nützlichen Beitrag zu unseren fortgesetzten Bemühungen leisten wird, die Branche, ihre Fachleute und Musiker gezielt zu unterstützen.“

Die Gründungsmitglieder des neuen Verbands werden vertreten durch Codruta Vulcu (EEMC), Robert Meijerink (ESNS), Dino Lupelli (Linecheck), Fernando Ladeiro-Marques (MaMA), Detlef Schwarte (Reeperbahn Festival) und Helen Sildna (Tallinn Music Week).

„Wir sind uns der Herausforderungen bewusst, vor denen die Musikbranche derzeit steht“, betont Robert Meijerink, Artistic Director ESNS. „In diesem Sinne laden wir andere Musikkonferenzen und Showcasefestivals ein, sich uns anzuschließen. Indem wir diesen Dialog möglich machen, fördern wir Verbesserung und Innovation. Der Musiksektor hat wie andere Wirtschaftsfelder die Beachtung, einen Platz im Bewusstsein und die Berücksichtigung seiner Interessen verdient.“

Für Helen Sildna, Director Tallinn Music Week, sind Musikkonferenzen zu einem festen Bestandteil des Branchenkalenders geworden. „Und es ist schwer vorstellbar, dass Musikfachleute ohne diese jährlichen Zusammenkünfte ihren Geschäften nachgehen können. Die Schaffung eines Netzwerks in ganz Europa ist eine gemeinsame Anstrengung, um eine integrierte Plattform anzubieten, von der das gesamte Musikökosystem profitiert. Unser Ziel ist ein integrativer Prozess, um einen offenen Dialog zwischen Industrie-Akteuren und politischen Entscheidungsträgern auf nationaler und EU-Ebene zu veranstalten und zu führen.“

Ein vierjähriger Plan sieht Diskussionen auf verschiedenen Musikkonferenzen vor. Die erste findet vom 11. bis 14. Mai bei der Tallinn Music Week 2023 statt. Darüber hinaus soll im zweiten Halbjahr 2023 die erste von zwei weiteren Konferenzen auf EU-Ebene stattfinden, die sich jeweils an politische Entscheidungsträger und europäische Interessengruppen richten. Darüber hinaus wird ein Forschungsbericht mit einer konzeptionellen Definition des Begriffs „Musikökosystem“ bereitgestellt.