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FEAT tagte in Barcelona

Auf der Jahreshauptversammlung der Initiative FEAT, die gegen den unautorisierten Ticketzweitmarkt kämpft, betonten die dort zusammengekommenen Unternehmen, dass der Zugang zu illegalen Ticketplattformen unterbunden werden müsse.

Am 16. Oktober 2026 trafen sich Delegierte aus sieben Ländern zur Jahreshauptversammlung von FEAT in Barcelona. Das Bündnis setzt sich für ein vom Veranstalter autorisiertes Weiterverkaufsmodell ein, bei dem dem neuen Ticketinhaber ein eindeutiger Barcode zugewiesen wird. Dies soll Fans vor Betrug schützen und davor, dass ihnen der Einlass verweigert wird. Unautorisierte Anbieter sollen keine Tickets mehr vermarkten können, fordert der Zusammenschluss.

In Barcelona betonten die Mitglieder, dass ein Veranstaltungsticket keine frei handelbare Ware sei, sondern den Nachweis eines rechtsverbindlichen Vertrags zwischen dem Veranstalter und der Person, die die Veranstaltung besuchen möchte – ein Prinzip, das sowohl im EU-Recht als auch in nationalen Rechtsordnungen verankert sei. Unautorisierte Resale-Plattformen handelten deswegen rechtswidrig, sobald sie die Bedingungen des Veranstalters umgehen, um Tickets weiterzuverkaufen und dabei Verbraucher in die Irre führen. „Geplante EU-Regelungen, die sich lediglich auf Preisobergrenzen für den Weiterverkauf konzentrieren, verkennen diesen grundlegenden Aspekt“, erläutert FEAT.

Das Bündnis verwies auf erfolgreiche, vom Veranstalter autorisierte Modelle in der gesamten EU: Bei großen europäischen Festivals und Konzerten habe man Ticketbetrug reduzieren können, indem der Weiterverkauf von Fan zu Fan über offizielle Kanäle abgewickelt wurde – dabei werden die ursprünglichen Tickets storniert und durch neue ersetzt.

Die Mitglieder hoben hervor, dass illegale Weiterverkaufsanbieter keinen Beitrag zur Produktion leisten, kein finanzielles Risiko tragen und der europäischen Kreativwirtschaft Gelder entziehen. „Diese Praktiken schaden Artists, Veranstaltern und Verbrauchern gleichermaßen. Vor diesem Hintergrund fordert FEAT eine konsequente Durchsetzung der bestehenden Gesetze durch die zuständigen nationalen und europäischen Behörden – mit dem klaren Ziel, den Zugang zu illegalen Ticketplattformen vollständig zu unterbinden.“

Die Jahreshauptversammlung in Barcelona brachte Abgesandte aus Deutschland, Spanien, Dänemark, Frankreich, Belgien, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich zusammen – unter anderem von All Things Live, Barcelona Serveis Municipals, Corida, Doctor Music, FC Barcelona, ​​Gadget Entertainment Group, Get In, Greenhouse Talent, KKT und der MCT Agentur.

Die Gründungsdirektoren Neo Sala (CEO Doctor Music) und Scumeck Sabottka (CEO MCT Agentur) erklären: „Ein Veranstaltungsticket ist keine Handelsware. Wir werden gemeinsam mit den zuständigen Behörden darauf hinwirken, dass geltende nationale und europäische Gesetze durchgesetzt werden, um Anbietern von unrechtmäßigem Ticket-‚Weiterverkauf‘ den Zugang zu entziehen und deren Geschäftstätigkeit zu unterbinden. Ein vom Veranstalter autorisierter Weiterverkauf ist die einzige Möglichkeit, die Echtheit eines Tickets zu garantieren. Unser Ziel ist es, Verbraucher zu schützen, den Live-Veranstaltungssektor zu bewahren und sicherzustellen, dass die Ticketerlöse innerhalb der europäischen Wirtschaft verbleiben.“

Im März 2022 stellte der Europäischen Gerichtshof klar, dass ein Ticket den Nachweis über einen Dienstleistungsvertrag darstellt. Tickets sind keine Waren, die beliebig gekauft und weiterverkauft werden können, fasst FEAT die Feststellung des Gerichtshofs zusammen. „Der Vertrieb von Tickets unterliegt den Geschäftsbedingungen, die vom Veranstalter und dem Ticketanbieter festgelegt wurden.“