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Fachbesucherzahl bei Eurosonic konstant

Die Fachbesucherzahl bei dem am 21. Januar beendeten Eurosonic Noorderslag sank im Vergleich mit der letzten physischen Ausgabe 2020 um 1,7 Prozent von 4323 auf nunmehr 4250. Nimmt man den auch für die Öffentlichkeit zugänglichen Festivalteil des Groninger Branchentreffs hinzu, wurden insgesamt 44.000 Tickets verkauft.

Die Fachbesucherzahl bei dem am 21. Januar 2023 beendeten Eurosonic Noorderslag (ESNS) sank im Vergleich mit der letzten physischen Ausgabe 2020 um 1,7 Prozent von 4323 auf nunmehr 4250. Für den auch für die Öffentlichkeit zugänglichen Festivalteil des Groninger Branchentreffs wurden 40.000 Tickets verkauft. Insgesamt haben demnach 44.000 Menschen die viertägige Veranstaltung besucht – das ist nach insgesamt 42.000 im Jahr 2020 abgesetzten Tickets ein Plus von 4,8 Prozent.

Damit war auch die 37. Ausgabe des Showcasefestivals mit angeschlossener Konferenz ausverkauft. Nach zwei pandemiebedingten Editonen fand ESNS dieses Jahr ohne Einschränkungen statt – nur vereinzelt trugen Delegierte im angestammten Tagungsgebäude De Oosterpoort, wo das Branchenevent am 18. Januar begann, Maske. Geboten wurden Konzerte von 315 Acts aus europäischen Nationen und über 150 Panels und Networking-Möglichkeiten. Dazu zählen auch Keynotes des einstigen Warner-Music-Managers Scott Cohen, Jonathan Poneman und Bruce Everrett (beide Sub Pop). Inhaltlich ging es vor allem um „heiß diskutierten Themen wie Diversität und Nachhaltigkeit in der Musikindustrie“, teilt die veranstaltende Stiftung Noorderslag mit. Politische Panels etwa zum Stand der Dinge bei den Ereignissen um Live Nation und Ticketmaster steuerte MusikWoche-Autor Manfred Tari bei.

„Die vergangene Woche war außergewöhnlich“, sagt Dago Houben, Director ESNS. „Die Branche hat mit der Pandemie zu kämpfen und erholt sich immer noch. Wir sehen unsere Rolle als Plattform für den europäischen Musiksektor als wichtiger denn je an. Diese Ausgabe befasste sich mit vielen verwandten Themen und präsentierte ein vielfältiges und herausragendes Line-up aus ganz Europa. Mit zahlreichen Gästen, die erstmals bei uns waren, und einer ausverkauften Ausgabe des Festivals und der Konferenz sind wir stärker denn je zurückgekehrt.“

Robert Meijerink, Head Of Programme, weist zudem auf den Erfolg des Förderprogramms ESNS Exchange (vormals ETEP) hin: „Wenn wir uns die ersten Booking-Ergebnisse von ESNS Exchange betrachten, sehen wir eine schöne Verteilung der Bands über alle Länder. Auf die meisten Nennungen bei ESNS Exchange kommen bislang Bolis Pupul, Deki Alem, Heartworms, Aime Simone, Club Makumba, Eee Gee, Monikaze, Alina Pash, Gurriers, Duo Ruut und Marina Herlop. Wir freuen uns darauf, zu sehen, wie sich aufstrebende europäische Acts im kommenden Festivalsommer zeigen.“

In diesem Jahr habe die Veranstaltung „große Schritte in Richtung mehr Nachhaltigkeit, Vielfalt und Inklusion“ unternommen, betont das Team um Dago Houben. Unter anderem führte ESNS einen Beirat für Vielfalt und Inklusion ein, startete den ESNS Green Touring Support und setzte eine Partnerschaft mit Start-up Choo Choo um, das sich etwa darum kümmerte, dass möglichst viele Delegierte mit dem Zug, und nicht mit dem Flugzeug anreisen sollten.

Während des Festivals wurden 40 Preise verliehen, darunter im Rahmen des Noorderslag-Festivals am Samstag der Popprijs 2022, der an die Band Goldband ging. Dua Lipa, die 2017 als Newcomerin bei dem Showcasefestival aufgetreten war, erhielt in diesem Jahr gemeinsam mit ihrem Vater und Manager den erstmals vergebenen ESNS Excellence Award.

Die 38. Ausgabe von ESNS soll vom 17. bis 20. Januar 2024 stattfinden.