“Wir versprechen uns ein voll gefülltes Betty, in dem wir alle gemeinsam ein energievolles und intensives Konzerterlebnis haben können“, erklärt die Metalcore-Band Pentastone auf die Frage, was sie von ihrem Auftritt beim Reeperbahn Festival erwartet. „Für mehr Sichtbarkeit in der Branche wollen wir unsere beste Liveshow abliefern und im Rahmen des neuen Formats Heavy Reeperbahn einen unvergesslichen Abend mit der Szene feiern. First time Reeperbahn Festival … Let’s go!“
Zehn Jahre lang gibt es Pentastone bereits. Das Quintett aus Darmstadt hat sich in der Szene den Status eines spannenden Geheimtipps erarbeitet – nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass das Subgenre Metalcore in den vergangenen Jahren innerhalb der Metalwelt eine immer größer und wichtiger werdende Stellung einnimmt. 2021 erschien im Eigenvertrieb das Debütalbum „Stuck In The Sky“, produziert von Tim Eiermann (Liquido, Deine Jugend) im Audiodrive Studio. 2025 folgte nach einer längeren Pause die ebenfalls im Eigenvertrieb veröffentlichte EP „Make You Mine“, auf der Pentastone ihren eigenen Stil noch weiter ausgebaut haben und Alternative Rock, Metal, Punk und moderne Rockeinflüsse mit einfließen lassen. Nun hat die Band um Frontfrau Luisa Knauß sowie die Bandmitglieder Joschka Ihlefeld, Dennis Ludwig, Fabio Brauer und Timo Schwab ein neues Geschäftsumfeld gefunden, wie die Sängerin berichtet.
„Derzeit arbeiten wir im Verlagsbereich mit Uncle M, im Vertrieb für das kommende Album mit Blood Blast und seit Kurzem im Management mit Allen Wright zusammen. Das Booking liegt seit der Gründung in meinen eigenen Händen, daher suchen wir aktiv nach Unterstützung und Partner*innen, um Pentastone auf das nächste Level heben zu können.“ Mit dieser Erwartung fährt die Band nun zum Reeperbahn Festival, wobei das Hamburger Branchenevent nicht der erste ganz große Auftritt für Pentastone ist.
„Ein besonderer Meilenstein war für uns in diesem Jahr unser erster Auftritt beim Wacken Open Air. Wir grenzen uns musikalisch vom klassischen Metalcore ab und sind stark von 2000er Nu-Metal inspiriert, dem wir allerdings noch eine moderne Komponente hinzufügen. Außerdem mischen wir seit Neustem die deutsche mit der englischen Sprache, was bisher sehr gut von unseren Fans aufgenommen wird! Wer also mehrsprachigen, modernen und aktuell sehr stark aufstrebenden Nu-Metal aus Deutschland sucht, ist herzlich zu unserer Show im Betty am 18. September um 23 Uhr eingeladen!“
Neben der Musik hat die Band auch ein gesellschaftspolitisches Anliegen, womit Pentastone beim Reeperbahn Festival, wo solche Themen viel Raum einnehmen, offene Türen einrennen dürften. „Wir setzen uns als Band sehr für Sichtbarkeit von FLINTA*-Personen in der Metalszene ein. Man sieht gerade im Metal auf Tour- und Festival-Line-ups nach wie vor einen geringen FLINTA*-Anteil“, erläutert die engagierte Sängerin. „Auch in anderen Bereichen der Branche, wie beispielsweise im Labelbereich, haben wir das Gefühl, dass Männer immer noch Männer bevorzugen und dass es FLINTA*-Acts deutlich schwerer haben, ernst genommen zu werden.“
Mehr Sichtbarkeit für Metal-FLINTA*s
Sie klagt: „FLINTA*-Personen müssen sich im Metal zehnmal mehr anstrengen, zehmal mehr leisten, um von der Industrie ernst genommen zu werden. Unsere Erfahrungen der letzten Jahre zeigen auch sehr drastisch, dass gerade im Bereich der Musikdistribution, Labels und dem Vertrieb viele Strukturen fragwürdig sind und Verträge an vielen Stellen nicht mehr zeitgemäß sind.“ Zugleich gibt es einen Ausweg aus dieser Lage, wie Pentastone im Gespräch mit MusikWoche betonen: „Künstler*innen haben immer mehr Möglichkeiten, unabhängig von einem Label zu agieren, was uns als Band viel mehr Freiheiten gibt, eigenständig zu handeln und unseren Weg so zu gehen, wie wir es möchten.“

Reeperbahn-Showcase von Pentastone
Freitag, 18. September
Betty
Hamburger Berg 13
23:00-23:40 Uhr






